Von JAN WÖRDENWEBER, 24.01.08, 21:14h, aktualisiert 25.01.08, 11:53h
Sein Freund, der von den Demonstranten als „Täter“ angesehen wird, habe die Stadt aus Sicherheitsgründen verlassen. „Er wird Zeit seines Lebens daran zu tragen haben, dass es zu diesem Unglück gekommen ist“, sagt Maria. Bislang hätten die Jugendlichen keine psychologische Hilfe erhalten. Maria betont noch einmal, dass der Freund des Cousins sehbehindert sei. „Als ihm bei dem Überfall die Brille weggeschlagen wurde, hat er nichts mehr gesehen und in panischer Angst mit seinem Klappmesser herumgefuchtelt.“
Aber warum trug er ein Messer bei sich? Maria weiß es auch nicht, und betont, dass es sich nicht gehört, bewaffnet durch die Gegend zu rennen. Ihr Cousin und sein Freund seien in Kalk schon mehrmals Opfer von Raubüberfällen geworden.
Seit dem Wochenende gibt es in beiden Familien kein anderes Thema mehr, erzählt Maria. „Es geht nur noch darum, wie man den Tag gestalten kann, ohne wahnsinnig zu werden.“ Und: „Wir sind keine Schwerverbrecher. Hoffentlich wird das endlich mal klar.“
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Anzeige