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VRS: Tarife werden 2009 erhöht

Von CHRISTIAN DEPPE, 06.03.08, 18:42h

Obwohl der Verkehrsbund Rhein-Sieg erst zu Beginn diesen Jahres die Tarife um 4,5 Prozent angehoben hat und die Fahrgastzahlen gestiegen sind, müssen die Kunden für 2009 mit einem erneuten Anstieg rechnen.

Bild: Michael Rupprecht
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Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg will seine Preise erhöhen.
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Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg will seine Preise erhöhen.
KÖLN. Zwar ist es dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) 2007 gelungen, die Zahl der Fahrgäste um 10,6 Millionen auf 484 Millionen und seine Einnahmen um 8,05 Prozent (32,5 Millionen Euro) auf 437,1 Millionen Euro zu erhöhen. Dennoch müssen die Kunden aufgrund steigender Kosten 2009 mit einer weiteren Fahrpreiserhöhung rechnen. Der Tarif war erst zu Beginn dieses Jahres um 4,5 Prozent gestiegen. Der Verbund habe mit einem Kostendeckungsgrad von 48,5 Prozent allerdings noch immer nicht die Zielmarke 50 erreicht, sagte gestern VRS-Geschäftsführer Wilhelm Schmidt-Freitag.

Die Zahl der Fahrten von erwachsenen VRS-Kunden stieg um 5,2 Millionen auf 176,3 Millionen, die von Auszubildenden um 5,5 Millionen auf rund 202 Millionen. Auch die Zahl der Stammkunden hat zugenommen: Jeder vierte Nutzer von Bus und Bahn, insgesamt 605 tausend Kunden, war im vergangenen Jahr im Besitz eines Ticket-Abonnements. Bartarif-Fahrten nehmen dagegen immer weiter ab. Zwischen 2002 und 2007 sank die Zahl dieser Fahrten um 5,68 Millionen auf nunmehr 60,5 Millionen.

„Wir brauchen mehr Leistung auf die Schiene“, meinte VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober. „Damit wir mehr leisten können, muss aber mehr gebaut werden“, forderte er gleichzeitig in Richtung der Bahntochter DB Netz. Das Streckennetz sei zum Teil marode und insgesamt nicht ausreichend. „Wir hätten auf der Strecke Köln-Gummersbach gerne einen weiteren Zug eingesetzt, das war aber einfach nicht möglich“, sagte Reinkober. Streckenweise müssten die Züge ihre Geschwindigkeit aufgrund der schlechten Gleisanlagen auf 20 Stundenkilometer drosseln.

Immerhin werde nun endlich die Sieg-Strecke ausgebaut. Bei der Ausschreibung des Betriebs der RE 9, die in Kürze zum Abschluss kommen soll, habe die Gründung des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) als Dachorganisation des VRS und des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) erste Früchte gezeigt. Wenngleich auch zwischen Düsseldorf und Köln ein hohes Fahrgastaufkommen bestehe, sei eine Ausdehnung des Verbundes Richtung Landeshauptstadt vor dem Hintergrund gewachsener Strukturen zurzeit nicht denkbar, sagte Schmidt-Freitag.



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