Von VOLKER UERLINGS und KLAUS PESCH, 07.03.08, 19:40h
7,5 Millionen Euro kostet der Multifunktions-Koloss auf der so genannten Goltsteinkuppe. Der Kreis Düren, die Städte Eschweiler und Jülich, die Gemeinden Inden und Aldenhoven und eine Aachener Stiftung finanzieren das Projekt, das Teil des Strukturprogramms EuRegionale 2008 ist.
Derzeit läuft die Ausschreibung für die Metallkonstruktion. Die bildet das Herzstück des Baus, der aus 470 Tonnen Stahl bestehen wird. Peter Kaptain, Geschäftsführer der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen Kreis Düren (GIS), die das Großprojekt realisiert: „Unser Ziel ist es, dass man 2008 auf den Indemann gehen kann. Das werden wir auch schaffen.“
Rohbau samt Außenhülle - ein illuminierbares Edelstahlgewebe - sollen also noch in diesem Jahr fertig werden. Der Innenausbau sei allerdings bis zum Herbst noch nicht realisierbar.
Aussichtsplattform im ausgestreckten ArmIm Bauch des Indemannes sollen künftig vier Etagen mit Ausstellungs-, Tagungs-, Restaurations- und Sanitärräumen auf die Besucher warten. Die offizielle Inbetriebnahme ist für Mitte Juli 2009 geplant.
Der stählerne Koloss dürfte fünf Millionen Euro teuer werden, die Erschließung am Boden wird weitere zwei Millionen kosten. Der Mann aus Stahl mit dem ausgestreckten Arm, der ebenfalls eine Aussichtsplattform enthält, soll im Spätsommer innerhalb von zwei Monaten aufgerichtet werden.
Das in das Stahlgewebe des Indemanns eingearbeitete Material „Illumesh“ soll für eine in weiten Bandbreiten und Farben veränderbare Illuminierung des Kolosses sorgen. Damit soll der Indemann deutschlandweit einzigartig werden.
Laut Landesverkehrsminister Oliver Wittke wird die Monumentalskulptur künftig Wahrzeichen der sich verändernden Landschaft im Braunkohlentagebau Inden sein. Diese Veränderungen mit dem langsamen Vorrücken des Tagebaus Inden in Richtung Inden und Düren kann man von der 40 Meter hohen Goltsteinkuppe, auf der der Indemann errichtet wird, eindrucksvoll beobachten. Entworfen hat den „Riesenroboter“ das Architekturbüro Maurer United Architects aus Maastricht.
Der große Indemann wird allerdings nicht alleine in der Landschaft stehen müssen. Er bekommt zwei kleine Brüder: Der eine steht oberhalb des Bandsammelpunktes am Fuß der Goltsteinkuppe, der andere darf mobil oberhalb der Abbausohle am gegenüberliegenden Rand des Tagebaus unterwegs sein. Außerdem sollen Funsport- und Freizeitaktivitäten die Indemänner weithin attraktiv machen.
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