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Indener Koloss blickt ab Herbst übers Land

Von VOLKER UERLINGS und KLAUS PESCH, 07.03.08, 19:40h

Ein 48 Meter hoher Aussichtsturm entsteht nahe der Autobahn A4 auf der Goltsteinkuppe. Von hier aus bietet sich ein guter Blick auf den Braunkohlen-Tagebau. Begehbar ist er ab Oktober, die offizielle Einweihung soll Juli 2009 sein.

Düren - Ab Herbst dürften wohl manche Autofahrer, die auf der A 4 bei Düren unterwegs sind, verwundert in die Landschaft schauen: Ein 48 Meter hoher Aussichtsturm soll in der Nähe des Braunkohlentagebaus errichtet werden und weithin sichtbar sein. Das Besondere an der Konstruktion aus Stahl und Glas: Sie hat die Form eines Mannes, dessen rechter Arm in die Landschaft zeigt. Dieser „Indemann“ soll außerdem nachts illuminiert werden und damit zum „Leuchtturm der Region“ werden.

7,5 Millionen Euro kostet der Multifunktions-Koloss auf der so genannten Goltsteinkuppe. Der Kreis Düren, die Städte Eschweiler und Jülich, die Gemeinden Inden und Aldenhoven und eine Aachener Stiftung finanzieren das Projekt, das Teil des Strukturprogramms EuRegionale 2008 ist.

Derzeit läuft die Ausschreibung für die Metallkonstruktion. Die bildet das Herzstück des Baus, der aus 470 Tonnen Stahl bestehen wird. Peter Kaptain, Geschäftsführer der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen Kreis Düren (GIS), die das Großprojekt realisiert: „Unser Ziel ist es, dass man 2008 auf den Indemann gehen kann. Das werden wir auch schaffen.“

Rohbau samt Außenhülle - ein illuminierbares Edelstahlgewebe - sollen also noch in diesem Jahr fertig werden. Der Innenausbau sei allerdings bis zum Herbst noch nicht realisierbar.

Aussichtsplattform im ausgestreckten Arm

Im Bauch des Indemannes sollen künftig vier Etagen mit Ausstellungs-, Tagungs-, Restaurations- und Sanitärräumen auf die Besucher warten. Die offizielle Inbetriebnahme ist für Mitte Juli 2009 geplant.

Der stählerne Koloss dürfte fünf Millionen Euro teuer werden, die Erschließung am Boden wird weitere zwei Millionen kosten. Der Mann aus Stahl mit dem ausgestreckten Arm, der ebenfalls eine Aussichtsplattform enthält, soll im Spätsommer innerhalb von zwei Monaten aufgerichtet werden.

Das in das Stahlgewebe des Indemanns eingearbeitete Material „Illumesh“ soll für eine in weiten Bandbreiten und Farben veränderbare Illuminierung des Kolosses sorgen. Damit soll der Indemann deutschlandweit einzigartig werden.

Laut Landesverkehrsminister Oliver Wittke wird die Monumentalskulptur künftig Wahrzeichen der sich verändernden Landschaft im Braunkohlentagebau Inden sein. Diese Veränderungen mit dem langsamen Vorrücken des Tagebaus Inden in Richtung Inden und Düren kann man von der 40 Meter hohen Goltsteinkuppe, auf der der Indemann errichtet wird, eindrucksvoll beobachten. Entworfen hat den „Riesenroboter“ das Architekturbüro Maurer United Architects aus Maastricht.

Der große Indemann wird allerdings nicht alleine in der Landschaft stehen müssen. Er bekommt zwei kleine Brüder: Der eine steht oberhalb des Bandsammelpunktes am Fuß der Goltsteinkuppe, der andere darf mobil oberhalb der Abbausohle am gegenüberliegenden Rand des Tagebaus unterwegs sein. Außerdem sollen Funsport- und Freizeitaktivitäten die Indemänner weithin attraktiv machen.



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