Von KLAUS HEIMERS, 24.03.08, 23:00h
Entscheidend für das Aus der Beueler war das Fehlen von Ville Lang. Der finnische Einzelmeister hatte es vorgezogen, bei den Internationalen Meisterschaften von Rumänien zu starten und Punkte für die Olympischen Spiele in Peking zu sammeln - was ihm am Ende durch den Turniersieg auch gelang. Seine Punkte fehlten dem Beueler Team aber in der Endabrechnung gegen Langenfeld. Beuels Spielertrainer Marc Hannes war stinksauer und machte aus seiner Enttäuschung über das Fehlen des Finnen denn auch keinen Hehl (siehe Stimmen): Fakt ist, mit Ville Lang hätten wir beide Partien gewonnen. Er selbst musste als Ersatz einspringen, doch der aus Verletzungen resultierende Trainingsrückstand (Fußverletzung, Rücken- und Schulterprobleme) war dem trotzdem mit unbändigem Kampfgeist fightenden mittlerweile 32-Jährigen anzumerken.
Nach dem 4:4 in Langenfeld hatten sich die Beueler noch berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Finale machen können. Unterstützt von zahlreichen Fans, die das Spiel in Langenfeld durch die klare akustische Oberhoheit mehr zu einem Heimspiel machten, sorgten einige großartige Auftritte dafür, dass Beuel nach dem Hinspiel mit zwei Sätzen im Vorteil war.
Überragendes Spiel
von YunYong Wu
Überragend war vor allem die Vorstellung von YunYong Wu, der mit seiner wohl besten Saisonleistung bei seinem vorletzten Auftritt für Beuel - er geht als Trainer in seine chinesische Heimat zurück - Langenfelds polnischen Spitzenspieler Przemyslaw Wacha in zwei Sätzen niederrang. Auch das Damendoppel Birgit Overzier / Elizabeth Cann überraschte mit einem vorher sicher nicht erwarteten Sieg im Damendoppel gegen Kamilla Augustin / Ella Diehl.
Die Punkte von Marc Zwiebler gegen Björn Joppien und im Mixed durch Ingo Kindervater / Birgit Overzier wurden dagegen als normal abgehakt. Pech dagegen im ersten Herrendoppel und im Dameneinzel, die mit einem Quäntchen Glück an die Beueler hätten gehen können.
Im Rückspiel war dann bereits nach den ersten drei Doppeln die Vorentscheidung gefallen. Beide Herrendoppel und das Damendoppel gingen an die Langenfelder. Als dann auch noch YunYong Wu seinen Sieg gegen Wacha, den 14. der Weltrangliste trotz erneut überzeugenden Spieles nicht wiederholen konnte, war die Entscheidung praktisch gefallen. Zwar kämpften sich die Gastgeber durch eine an diesem Tage wieder überragend aufspielende Elizabeth Cann, Marc Zwiebler und das Mixed Ingo Kindervater / Birgit Overzier noch einmal auf 3:4 heran, doch Marc Hannes war im letzten Spiel trotz aufopferungsvollen Einsatzes gegen Andreas Wölk ohne Chance.
Langenfeld - Beuel 4:4: 1. HD: Joppien, B. / Wacha - Wu / Kindervater 9:21, 21:19, 21:16, 2. HD: Joppien, M. / Hukriede - Zwiebler / Hannes 21:13, 19:21, 21:16; DD: Augustin / Diehl - Cann / Overzier 15:21, 21:13, 17:21; 1. HE: Wacha - Wu 19:21, 16:21, 2. HE: Joppien, B. - Zwiebler 22:24, 13:21, 3. HE: Wölk - Hannes 21:13, 21:7; DE: Diehl - Cann 21:23, 21:11, 21:19; Mix: Joppien, M. / Deprez - Kindervater / Overzier 16:21, 14:21.
Beuel - Langenfeld 3:5: 1. HD: Wu / Kindervater - Wacha / Joppien, B. 18:21, 14:21, 2. HD: Zwiebler / Hannes - Joppien, M. / Hukriede 15:21, 20:22; DD: Cann / Overzier - Augustin / Diehl 15:21, 21:18, 16:21; 1. HE: Wu - Wacha 18:21, 21:23, 2. HE: Zwiebler - Joppien. B. 22:20, 19:21, 21:19, 3. HE: Hannes - Wölk 17:21, 9:21; DE: Cann - Diehl 21:15, 21:18; Mix: Kindervater / Overzier - Hukriede / Augustin 21:11, 21:17.
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