Von KLAUS HEIMERS, 28.03.08, 23:00h
Langenfeld soll im Heimspiel eine nicht spielberechtigte Spielerin eingesetzt haben. Es handelt sich um die Jugendliche Fabienne Deprez, die neben Mike Joppien im Mixed gegen Ingo Kindervater / Birgit Overzier angetreten war. Deprez war ursprünglich vom Deutschen Badminton-Verband (DBV) für das vergangene Wochenende in Arnheim (Niederlande) stattfindende Sechs-Nationen-Turnier U 19 nominiert worden, hatte die Teilnahme aber aus schulischen Gründen abgesagt.
Langenfeld wollte sich durch ihren Einsatz sicher keinen sportlichen Vorteil verschaffen, denn ein Sieg gegen Kindervater / Overzier war mehr als unwahrscheinlich, der Ausgang des Spieles hat dies bestätigt. Doch die Langenfelder haben übersehen, dass bei einer Absage einer Nominierung durch den DBV nach der Jugendspielordnung kein Start in einem Mannschaftsspiel erlaubt ist, es sei denn, der DBV-Jugendausschuss hätte eine Ausnahme zugelassen. Dies ist aber nicht geschehen, da Langenfeld gar keinen Antrag gestellt hatte.
Dem VfL Hamburg, der für zwei seiner Akteure für die Abstiegsrunde einen solchen Antrag gestellt hatte, wurde dieser abgelehnt. Beide traten in Arnheim an und fehlten Hamburg in den Spielen gegen Lüdinghausen.
Langenfeld kann
Widerspruch einlegen
Nach Bekanntwerden der Aufstellung reagierte DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser und protestierte beim Verband gegen das Mitwirken von Fabienne Deprez. Spielleiter Mohaupt hatte nach den Statuten keine andere Wahl, als das Spiel in Langenfeld für die Gastgeber als 0:8 verloren zu werten, Konsequenz aus der Bundesligaordnung. Das würde für die Beueler doch noch den Einzug ins Finale gegen den 1. BC Bischmisheim am ersten Maiwochenende bedeuten.
Für Beuel kam diese Entwicklung ebenfalls überraschend. Da die Initiative aber vom DBV-Jugendwart ausging, will man erst einmal abwarten, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt. Denn der FC Langenfeld hat nun zwei Wochen Zeit, gegen die 0:8Wertung Widerspruch einzulegen.
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