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Elefantenkuh erleidet Fehlgeburt

Von SUSANNE HAPPE, 11.03.08, 10:58h, aktualisiert 11.03.08, 21:28h

Nach dem Baby-Boom bei den Elefanten im Kölner Zoo muss die Familie der grauen Riesen jetzt einen Rückschlag verkraften: Die 13-jährige Elefantenkuh Shu Thu Zar brachte ein totes Baby zur Welt.

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Die Elefantenherde im Kölner Zoo muss ein Rückschlag verkraften.
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Die Elefantenherde im Kölner Zoo muss ein Rückschlag verkraften.
Im April wollte der Zoo die nächste kleine Sensation verkünden. Die von den Kölnern heiß geliebten Elefantenkinder Marlar, Ming Jung und Maha Kumari sollten Verstärkung bekommen. Gestern musste der Zoo die traurige Nachricht herausgeben: Unter der Überschrift „Rückschlag bei Elefantenzucht“ teilte er die Totgeburt mit. Um 9 Uhr fanden Pfleger das ausgestoßene Jungtier der 13-jährigen Elefantenkuh Shu Thu Zar in der Innenanlage des Elefantenhauses. Normalerweise wiegen Elefanten bei ihrer Geburt zwischen 80 und 100 Kilogramm, der Tierkörper war aber wesentlich kleiner. Zoo-Tierarzt Dr. Olaf Behlert hält es für möglich, dass das Tier bereits seit einem halben Jahr abgestorben war. „Wichtig ist jetzt, dass die Mutter wohlauf ist. Insofern haben wir von allen schlechten Möglichkeiten noch die beste erwischt“, so Behlert. Die Elefantenkuh sei gestern nicht behandelt worden, allerdings werde sie weiter intensiv beobachtet. Beunruhigt hat sie die Totgeburt nicht: „Sie ist völlig unbeteiligt.“

Möglicherweise hat sich der entscheidende Zwischenfall schon vor etwa einem Jahr ereignet. Bei einer Rangelei um die Rangordnung wurde die Kuh damals von zwei anderen Elefanten in die Zange genommen und mit Kopfstößen gegen den Rücken angegriffen. Wenig später fand man blutigen Schleim. Deshalb hatten die Tierexperten schon seit geraumer Zeit Probleme nicht ausgeschlossen, obgleich die Untersuchung der Absonderungen keine besonderen Ergebnisse brachten. Die letzte Probe wird derzeit noch in einem Berliner Institut überprüft. Behlert betonte gestern: „Komplikationen sind bei Erstgebärenden - und das war die Kuh - nichts Ungewöhnliches. Totgeburten, Aborte und Aufzuchtprobleme werden öfter beobachtet.“ Nach der schwierigen Geburt von Marlar und den zwei komplikationslosen von Ming Jung und Maha Kumari sei der jetzige Vorfall „rein statistisch normal“, so der Kurator für die Elefanten. Zoo-Direktor Theo Pagel betont: „Bis jetzt waren wir vom Glück verfolgt, das ist nicht immer so. Die Mutter macht einen guten Eindruck, und das ist im Moment für uns das Wesentliche. Wir gehen jetzt in die nächste Runde und hoffen, dass es beim nächsten Mal klappt.“

Schlimmstenfalls hätte Shu Thu Zar an Vergiftung sterben können oder sie wäre unfruchtbar geworden, wenn das abgestorbene Jungtier als „Versteinerung“ ähnlich einer Mumie im Mutterleib geblieben wäre. Einen Kaiserschnitt hätten die Verantwortlichen nicht gewagt, weil Elefanten ein extrem schlechtes „Heilfleisch“ haben. Auch eine Ultraschall-Untersuchung wird möglichst vermieden, weil das bei den Tieren einen gewaltigen Stress auslöst.

Zoo-Chef Pagel kündigt an: „Die Totgeburt schlägt uns nicht nieder, das ist normal.“ Man schaue nun in die Zukunft. Im vergangenen Jahr habe Elefantenbulle Bindu mehrere Kühe gedeckt. In einiger Zeit werde man Aufschluss darüber haben, ob bald wieder Nachwuchs bei den Elefanten zu erwarten sei.



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