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Greifvögel im großen Stil vergiftet

Erstellt 01.04.08, 21:12h

Bereits seit 2003 fanden Tierschützer immer wieder vergiftete Greifvögel. Nun hat das Ganze eine neue Dimension erreicht: 19 verendete Tiere - darunter ein roter Milan - sammelte die Polizei Düren ein.

ZÜLPICH. Bereits seit 2003 finden Tierschützer auf den Feldern und in kleinen Feldgehölzen zwischen Zülpich-Weiler und Vettweiß-Disternich vergiftete Greifvögel. Doch seit gestern hat das systematische Vergiften von Greifvögeln eine völlig neue Dimension bekommen. 19 verendete Greifvögel, darunter ein roter Milan, sammelten Vogelschützer und Polizeibeamte der Polizei Düren gestern ein, nachdem Anfang der Woche bereits ein Milan sowie ein Bussard gefunden worden waren.

Für Lutz Dahlbeck von der Biologischen Station des Kreises Düren in Nideggen ist dies ein „in Nordrhein-Westfalen noch nicht da gewesener Vorgang“. In der Gemarkung werden seit Jahren immer wieder Greifvögel gefunden, die nach Angaben der Vogelschützer und der Behörden mit dem in Deutschland verbotenen Pflanzenschutzmittel „Carbofuran“ getötet wurden. Das Mittel sei derart giftig für Greifvögel, dass sie keine Chance hätten, eine solche Attacke zu überleben, sagte Dahlbeck. Im Bereich der Fundstelle hatten die Tierschützer in den letzten Jahren eine aufgestellte Falle mit einer Taube als Köder entdeckt. Die Vogelschützer erstatteten Anzeige wegen Wilderei und Verstoßes gegen das Artenschutzrecht. (bz / dpa)



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