Schriftgröße

Studie

LVR lässt Missbrauch in Heimen untersuchen

Erstellt 22.04.08, 21:10h, aktualisiert 25.06.10, 14:10h

Historiker untersuchen einen großen Fall im Rheinland: Der Landschaftsverband Rheinland hat eine Studie in Auftrag gegeben, die mögliche Misshandlungen in sechs Jugendheimen in den 1950er bis 1970er Jahren aufarbeiten soll.

KÖLN. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat eine Studie in Auftrag gegeben, die mögliche Misshandlungen in sechs Jugendheimen in den 1950er bis 1970er Jahren aufarbeiten soll. Die Geschehnisse würden zurzeit von Historikern untersucht, die im Rheinischen Landesjugendheim Erlenhof (Euskirchen), im Rheinischen Landesjugendheim Fichtenhain (Krefeld), im Rheinischen Landesjugendheim Halfeshof (Solingen), im Dansweiler Hof (Freimersdorf, später Abtshof Hennef), in Haus Hall (Ratheim) sowie im Heilpädagogischen Landesjugendheim Viersen recherchieren. Erste Ergebnisse werden für Ende 2008 erwartet, der Abschlussbericht ist für Sommer 2010 geplant.

„In den letzten Jahren haben bundesweit viele ehemalige Heimkinder ihr jahrzehntelanges Schweigen gebrochen“, sagt LVR-Sprecherin Birgit Ströter. Ihnen gehe es um eine Aufarbeitung ihrer traumatisierenden Erlebnisse, und sie wünschten sich auch finanzielle Entschädigungen, die Anerkennung ihrer Arbeitszeiten im Heim für die Rente und eine Entschuldigung der Träger. Der LVR als Träger von damals sechs Einrichtungen wolle sich seiner Verantwortung stellen, sagt Ströter. Er habe für ehemalige „Heimkinder“ eine Hotline eingerichtet. Sie ist montags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs von 13 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 0221 / 8 094 001 zu erreichen. (dv)



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Bildergalerien


Rundschau-Forum


Rundschau-Service


Rundschau auf Facebook

Kölnische Rundschau on Facebook

Rundschau-Service


RHEINLAND WETTER


Aktion


Extra


Extra




Extra


Dienste