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Millioneninvestition für Schüler in NRW

Von WILFRIED GOEBELS, 15.04.08, 15:44h, aktualisiert 15.04.08, 20:46h

Das Land will massiv in den Ausbau von Ganztagsschulen und Mittagessen für Schüler investieren. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen von den Ausgaben rund 15 000 Schüler profitieren können.

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Bald sollen Schüler von besseren Betreuungsangeboten über Mittag profitieren können.
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Bald sollen Schüler von besseren Betreuungsangeboten über Mittag profitieren können.
DÜSSELDORF. Das NRW-Programm für den Ausbau des Ganztagsunterrichts und der Übermittagbetreuung trifft auf breite Zustimmung. Der Lehrerverband VBE begrüßte den „wichtigen Einstieg“. Selbst Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann sieht darin den längst überfälligen „Versuch eines Befreiungsschlags“. Die Verkürzung der Schulzeit am Gymnasium bis zum Abitur und damit verbundene längere Unterrichtszeiten hatten den Druck auf den Ausbau des Ganztagsbetriebs sowie von Angeboten zum Mittagessen erhöht. Weil viele Schulen darauf nicht eingerichtet sind, hat NRW nun ein Investitionsprogramm mit bis zu 100 000 Euro Landeszuschuss beschlossen.

Viele Schüler klagen darüber, dass sie zwar acht Stunden Unterricht haben, aber kein warmes Mittagessen erhalten. Künftig können Schulen je nach Größe gestaffelt von 15 000 Euro (unter 300 Schüler) bis zu 30 000 Euro (über 700 Schüler) zur Beschäftigung von Hilfskräften, die nicht unterrichten, oder wahlweise eine halbe Lehrerstelle beantragen. So können bei Wahl einer halben Lehrerstelle an Gymnasien 19 Zeitstunden zur Aufsicht und Betreuung am Mittag abgedeckt werden.

Insgesamt wendet NRW für das Teil-Programm „Geld oder Stelle“ 2009 und 2010 zusammen 45 Millionen Euro auf. Für Oberstufenschüler an Gymnasien sieht das Programm keine Angebote vor. „Die Älteren wollen sich selbst organisieren“, sagte Schulministerin Barbara Sommer (CDU).

Länder und Kommunen fordern zugleich vom Bund mehr Geld für Schul-Essen. Dafür setzen sich unter anderem auch Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und das Saarland ein. Begründet wird dies vor allem mit den steigenden Preisen für viele Lebensmittel. Die Leistungen für Kinder von Hartz- IV-Beziehern reichten oft nicht aus, weshalb eine bundesweite Lösung notwendig sei. In Ganztagsschulen ist die Versorgung bisher Sache von Länder und Kommunen.

Fast unbeachtet kündigte NRW-Ministerin Sommer an, dass die ursprünglich für das Schuljahr 2009 / 10 in NRW geplante Neustrukturierung der gymnasialen Oberstufe erst einmal bis zu einer Einigung der Kultusminister über die für 2010 / 11 angekündigten nationalen Bildungsstandards auf Eis gelegt wird.

Eigentlich wollte Sommer die Grund- und Leistungskurse an der Oberstufe zugunsten von Vier- und Zweistunden-Fächern abschaffen und Fächer wie Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen weiter stärken. Das hatte an Gymnasien zu Kritik geführt. (wgo / EB)



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