Von RONALD LARMANN, 08.05.08, 07:06h
Ein absolutes Desinteresse, wirft der UWV-Mann dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und den Ratsfraktionen vor. Es gebe so viele Fragen, die die Bürger beschäftigten und die nur halbherzig beantwortet würden. So habe er auf ein Schreiben vom 21. März keinerlei Reaktionen erfahren - weder von der Verwaltung noch von den verständigten Ratsfraktionen. Bürgermeister Hans-Peter Schick dazu: Er hat eine mündliche Benachrichtigung bekommen. Außerdem sei sein Schreiben an das zuständige Bergamt weitergeleitet worden. Wir haben da sehr intensiv gearbeitet, wehrt sich das Stadtoberhaupt.
Zu den Belästigung als solches bezieht Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick mit klaren Worten Stellung: Der Tonabbau an sich ist das Grundübel und das können wir nun mal nicht beseitigen. Das sollte man den Leuten auch nicht vorgaukeln. Denn der Rohstoffabbau sei keine kommunale Sache und in Lessenich werde auch in Zukunft noch Ton abgebaut.
Nichtsdestotrotz hätten die Verwaltung und die Stadt Mechernich natürlich schon reagiert. In puncto Straßenverschmutzung etwa mit veränderten Anfahrtswegen innerhalb des Abbaugebietes. Auch die Anlage für die Reinigung der Lkw-Reifen wurde um das doppelte verlängert, sagt Mechernichs Ordnungsamtsleiter Johannes Schnichels. Es habe ständig Gespräche mit Bürgern, Betreibern und dem zuständigen Bergamt gegeben und es werde sie auch in Zukunft weiter geben. Doch Bergbau geht nun mal nicht ohne Schmutz, so Schnichels.
Für den UWV-Fraktionsvorsitzenden im Mechernicher Rat, Wulf-Dietrich Simon aus Strempt, ist der Rücktritt seines Stellvertreters ein herber Verlust. Diese Spontanreaktion macht deutlich, mit welcher Standhaftigkeit und Zielstrebigkeit Michael Wolfgarten sein politisches Amt verstanden hat.
Das Anliegen des Lessenichers verliert die UWV aber nicht aus den Augen. Sie hat bereits einen Antrag eingereicht, der fordert, die Thematik Tonabbau rund um Lessenich auf die Tagesordnung des nächsten Fachausschusses zu setzen und zusätzlich vorher mit den Mitgliedern des Ausschusses eine Ortsbefahrung vorzunehmen.
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