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Rauchverbot

Miese Stimmung bei den Kneipiers

Von Hermann Steveker, 03.06.08, 23:10h, aktualisiert 03.06.08, 23:22h

Das Rauchverbot und hohe Betriebskosten lassen die Umsätze und Gewinne schwinden. Gaststätten und Restaurants zählen deutlich weniger Gäste und geben dem neuen Gesetz dafür die Hauptschuld.

Rauchverbot
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Deutlich weniger Gäste zählen die Kneipen und Restaurants. (Bild: dpa)
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Deutlich weniger Gäste zählen die Kneipen und Restaurants. (Bild: dpa)
KÖLN. Die neuen Nichtrauchergesetze sowie kräftig steigenden Energie- und Betriebskosten lassen die Stimmung unter den Gastronomen in Deutschland erheblich absacken. Etwa die Hälfte der Betriebe rechnet für diesen Sommer damit, dass die Erträge sinken, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) nach einer Befragung von 3000 Unternehmen im April und Mai mitteilte. Im Vorjahr hatte nur etwa jeder dritte Betrieb eine ähnlich schlechte Prognose für die Sommermonate gestellt. Gerade mal 17 Prozent der Gastronomen glauben noch an höhere Erträge in den kommenden Wochen (Vorjahr 26,6 Prozent).

Schon das vergangene Halbjahr hatte der Branche reichlich Kummer beschert. Mehr als jeder zweite Gastwirt (51,5 Prozent) registrierte sinkende Umsätze, dagegen standen knapp 36 Prozent mit steigenden Erlösen. Noch düsterer sieht die Gewinnsituation der Betriebe aus - so vermelden zwei Drittel der Unternehmen niedrigere Erträge, nur noch etwa jeder fünfte Betrieb konnte den Ertrag steigern. So schlecht sei die Stimmung zuletzt im Rezessionsjahr 2002 gewesen, betonte der Dehoga weiter.

Vor allem das Rauchverbot setzt den Wirten laut Verband zu. Bei Kneipen und Bars mit nur einem Gastraum herrsche teilweise eine große Existenzangst, hieß es. Während die Situation in der speisegeprägten Gastronomie und der Hotellerie noch relativ entspannt sei, verbuchten zuletzt in der getränkegeprägten Gastronomie fast zwei Drittel der Betriebe Umsatzeinbußen.

Laut Umfrage gaben 41 Prozent der Gastwirte in Folge des Rauchverbots sogar Umsatzverluste von über 20 Prozent an. Solche Einbußen könnten nicht mehr durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden, sagte Dehoga-Geschäftsführerin Ingrid Hartges.

Der Verband bekräftigte daher seine Forderung nach einer gesetzlichen Kennzeichnungspflicht für Einraumbetriebe. „Unternehmer, die keinen separaten Raum für ihre rauchenden Gäste einrichten können, sollten selbst entscheiden, ob sie sich als Raucher- oder Nichtraucherlokal am Markt positionieren“, sagte Hartges weiter. In diesem Fall wäre auch dem berechtigten Anliegen der Nichtraucher ausreichend Rechnung getragen.



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