Von RONALD LARMANN, 05.06.08, 07:07h
Ich denke, dass den Lessenicher Bürgern vor allem vier Fragenkomplexe unter den Nägeln brennen, startete Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in die Veranstaltung: die Sicherung der Gruben, die verschmutzten Straßen, die Ausdehnungen der Gruben und die Rekultivierung der Flächen.
Sicherung der Gruben
In den letzten drei Wochen, so berichteten Anwohner, wurde in den Gruben kaum noch Ton abgebaut, sondern verstärkt an der Absicherung gearbeitet. Am Abbaugebiet in der Nähe des Sportplatzes waren dann auch wunderbare Treppen am Grubenrand zu sehen und auch die Zäune waren durchweg erneut worden. Doch am Bocksloch, da wo die große weiße Halle auf der Golfplatzseite steht, gibt es dringenden Handlungsbedarf. Auf Anregung der UWV-Politiker Wulf-Dietrich Simon und Franz Troschke hatte sich der Pulk dorthin begeben und musste über die Ausmaße des Lochs sowie die mangelhafte Absicherung staunen. Dieter Jung vom zuständigen Bergamt kündigte an, dass dort Verbesserungen angemahnt wurden und auch der Betreiber der Grube gab sich einsichtig.
Verschmutzte Straßen
Auch hier sind die Grubenbetreiber einsichtig. So zeigten sie die Lkw-Waschanlage an der Grubenausfahrt, die noch verbessert werde. Wegen einer großen Teerabschüttung befürchteten die Bürger bereits Umweltverschmutzung. Doch Jung klärte auf: Der Teer soll für den innerbetrieblichen Straßenbau verwendet werden. Durch längere asphaltierte Wege innerhalb der Grube werde wiederum der Schmutz auf den Straßen vermindert, so Jung.
Ausdehnung der Gruben
Drei große Abbauareale gibt es derzeit rund um Lessenich. Gegenüber des Golfplatzes auf der Lessenicher Seite wird sich das Abbaugebiet noch um einiges erweitern. Die Genehmigungen erlauben der Abbaufirma, bis hin zur Landesstraße 499 fast bis an die Autobahn heran abzubauen.
Art der Rekultivierung
Werden wir auf den riesigen Löchern sitzen bleiben, äußerten die Bürger ihre Befürchtungen. Und so richtig räumte Jung diese nicht aus. Die Art der Rekultivierung sei in den Rahmenbetriebsplänen festgelegt. Konkrete Maßnahmen nannte er nicht. Bislang sind ein paar wenige Bereiche wieder als Ackerfläche rekultiviert worden.
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