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Über Gott und die Welt geplaudert

Von FRANZ KÜPPER, 05.06.08, 07:07h

Sein Hund heißt „Benny“, sein Lieblingsessen ist Spaghetti, Motorrad fahren kann er nicht und sein Lieblingsunterrichtsfach war Musik - neben der Religion...

BLANKENHEIM. Sein Hund heißt „Benny“, sein Lieblingsessen ist Spaghetti, Motorrad fahren kann er nicht und sein Lieblingsunterrichtsfach war Musik - neben der Religion natürlich. Weihbischof Karl Borsch (48) hält sich für rund drei Wochen zur Visitation beim Pfarrverbund „Heiliger Apostel Matthias“ in Blankenheim auf. Gestern stellte sich der Weihbischof in der Grundschule den Fragen der 1 b von Klassenlehrerin Monika Nettersheim.

Die i-Dötzchen löcherten den Weihbischof auch mit Fachfragen. So wollten einige genau wissen, warum etwa Jesus ans Kreuz geschlagen wurde. Ein Bischof im Klassenzimmer - das war für die Schüler ein Erlebnis der besonderen Art, das für die Kinder mit einem Lied endete, das sie gemeinsam mit Bischof Borsch und Blankenheims Pastor Hans-Peter Meuser, der Borsch begleitete, sangen.

Borsch zeigte sich von den Blankenheimer Schülern angetan: „Das Treffen mit Schulklassen ist immer etwas Besonderes. Kinder sind für unser Leben wichtig.“ Bischof Karl Borsch besucht seit Montag die Pfarrgemeinden Alendorf, Blankenheim, Dollendorf, Lommersdorf, Mülheim, Reetz, Ripsdorf, Rohr und Uedelhoven. Zuvor war er in der Gemeinde Dahlem unterwegs. Dort findet am Dienstag, 17. Juni, auch die Schlusskonferenz der Visitation statt.

Bei allen Besuchen wird sich Borsch ein aktuelles Bild von der Situation in der Pfarrgemeinde machen. Dabei sind auch die Blankenheimerdorfer, die dem Pfarrverbund nicht angehören, nicht außen vor. Borsch wird den Ort besuchen und sich zudem mit Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand über die aktuelle Situation unterhalten.

Sein Besuch soll aber auch alle Gemeindemitglieder ermutigen, sich in verschiedenen Bereichen einzusetzen. Gespräche mit Bürgermeistern, Ortsvorstehern, Pfarrern, Schulleitern und kirchlichen Angestellten stehen genauso im Mittelpunkt wie Besuche in Schulen, Kindergärten und Altenpflegeeinrichtungen. Wortgottesdienste, Kindersegnungen, Besuche in Firmen und Pontifikalämter - der Programmablauf des Bischofs ist straff gehalten und exakt terminiert. Den Eindruck aus den bisherigen Gesprächen beschäftigt Bischof Karl Borsch: „Die Kinderzahlen gehen auch hier dramatisch zurück. Dies wird neben kommunalen auch zu erheblichen kirchlichen Problemen führen.“



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