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Große Fotokollage

2700 Schüler zeigen Flagge gegen Rechts

Von STEFAN VOLBERG, 12.06.08, 21:36h

Aufklärungsaktion an Schulen über die Bewegung „Pro Köln“: Im wahrsten Sinn des Wortes „Gesicht zeigen“ gegen die rechtsgerichtete Bürgerbewegung „pro Köln“ wollten 2700 Schüler, die sich für eine Fotocollage gegen Rechtsextremismus fotografieren ließen.

Seit gestern hängt das Ergebnis für einige Wochen vier mal fünf Meter groß an der Fassade des DGB-Hauses am Hans-Böckler-Platz; weitere Stationen werden folgen. Gestern wurde das Projekt von der Arbeitsgruppe „Schüler gegen Rechts“ der Bezirksschüler(innen)vertretung vorgestellt.

„Seit einiger Zeit erdulden wir ,pro Köln im Rat“, erklärte Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die Schirmherrin der Aktion ist. Die anderen Fraktionen hätten vereinbart, sich möglichst wenig öffentlich mit der Bürgerbewegung auseinander zu setzen, „obwohl das verdammt schwer ist“. Scho-Antwerpes lobte das Engagement von Lehrerschaft und Schülern gegen die „gefährliche“ Gruppierung: „Im Wahlkampf hörte sich das ja zunächst positiv an: ,pro Köln. Aber das war eine Falle. Die machen auch vor Schulen nicht halt.“

Schülerin Berit (14) nannte Beispiele, wie die „selbst ernannte Bürgerbewegung“ den Hass auf muslimische Schüler schüre und mit Zahlenmanipulationen über die angeblich hohe Ausländerkriminalitätsrate operiere: „Pro Köln kann uns gestohlen bleiben.“ Lukas (15) schilderte, wie zeitgleich mit der Fotoaktion tausende Schüler über die Gruppierung informiert wurden und „Schüler gegen Rechts“ (SgR) von den Schulleitungen unterstützt wurde.

Martin Schneider (SgR) berichtete, dass mit dem Fotomotiv auch 1000 Plakate bedruckt wurden, die an interessierte Institutionen verteilt werden. Initiativensprecher Lars Repp kündigte an, dass vor dem für September geplanten „Anti-Islamisierung-Kongress“ ein Gegenkongress am 6. September im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium veranstaltet werde. „Unser Ziel ist, pro Köln aus dem Stadtrat zu verbannen.“ Das NS-Dokumentationszentrum ist Koordinierungsstelle des „Lokalen Aktionsplans“ von „Vielfalt tut gut“ des Bundesfamilienministeriums und hilft mit Rat und Tat. (vol)



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