Erstellt 04.07.08, 19:07h, aktualisiert 04.07.08, 22:17h
Da Mode ein internationales Phänomen ist, sind auch viele deutsche Blogs auf Englisch geschrieben. Erfreulich, dass sich seit kurzem die Community Myspace der Mode auch auf Deutsch widmet: Unter www.myspace.com/laufstegerfahren zum Beispiel Männer, warum sie in diesem Sommer die Hose krempeln sollten. Fans des Bloggers Yvan Rodic dürften sich über ein Video freuen, in dem Myspace ihn beim Aufspüren neuer Trends auf Mexico Citys Straßen begleitet.
An Rodic alias „Face Hunter“ kommt man ohnehin nicht vorbei. Für www.facehunterblogspot.comreist er um die Welt, knipst Menschen und reiht Straßenlooks aus London, Stockholm oder Moskau aneinander. Die Models tragen königsblaue Röhren zu Collegeblousons oder kombinieren wild gemusterte Leggings zu schreiend bunten T-Shirts.
Wem das zu schrill ist, der merke sich den Blog the sartorialist.blogspot.com. Über die Looks von der Straße, die Scott Schuman dort präsentiert, berichten Magazine wie „Vogue“ oder „Esquire“. In Kommentaren und Kurzinterviews auf Englisch erfahren die Leser, welche Stilregeln die Fotografierten befolgen.
Dass Deutschland in Sachen Straßenmode nicht hinterherhinkt, will stilinberlin.
blogspot.com beweisen. Hier fragt sich der Nutzer: Wo ist man progressiver: in Mitte, Kreuzberg oder Friedrichshain? Was das Szenevolk in Hamburgs Karoviertel und um den Münchner Gärtnerplatz trägt, ist unter hh-streetstyle. blogspot.com oder www.styleclicker.net zu finden.
Nicht alle Seiten setzen nur auf Bilder. Im Blog von Styleranking, blog.styleranking.de, erfährt man etwa, wie der Trend heißt, bei dem Frauen für ein Fotoshooting ihr Brautkleid durch den Dreck ziehen. Ebenfalls informativ, aber weniger verspielt ist modepilot.de. Dort kann sich der Nutzer über Modefotografie oder die außergewöhnlichsten Looks aus der Serie „Sex & The City“ informieren.
Um Mode als Schnittstelle zur Kunst geht es bei F & Art (fartguide.blogspot.com ). Bloggerin Mahret Kupka stellt Avantgarde-Designer vor und schreibt - mal auf Englisch, mal auf Deutsch - über Ausstellungen von Fotokünstlern. Die Stilikone Diane Pernet schreibt im Blog www.ashadedviewonfashion.com über Mode als Kulturphänomen.
Alle, denen das zu ernst ist, kommen an scoop.starstyle.com nicht vorbei. Ob Filmfestspiele in Cannes oder LA Fashion Week: Auf der Seite steht, welcher Promi was wo und wann getragen hat - und manchmal sogar, wie viel er dafür ausgegeben hat.
Wer selbst aktiv werden will, kann sich an diese Form des Modeblogs halten: Netzwerke, die dazu einladen, den eigenen Look zu präsentieren. Bei ilikemystyle.net können Nutzer Bilder von sich einstellen und ihr Outfit von anderen bewerten lassen. Mit Glück gibt's Kommentare wie „I love it“ oder „Awesome“.
Frauen mit Schuh-Tick ist der Blog www.shoewawa.com zu empfehlen. Dort können sie Highheels oder Peep Toes suchen - und über den „Ugly shoe of the week“ lästern: Den hässlichsten Schuh der Woche nimmt die Autorin in launigen Texten auf die Schippe. (dpa)
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22. April 2012,
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