Von CARSTEN SCHULTZ, 02.08.08, 07:18h
Normalerweise zahlt das Uni-Institut Blutspendern - monatlich kommen nach Angaben des Mediziners Olaf Brinkhues um die 1300 - 25 Euro Aufwandsentschädigung. Bis zum 29. August können Blutspender nun einfach den Mitarbeitern des Blutspendedienstes sagen, dass sie für die Hannah-Stiftung spenden wollen - das Geld geht dann direkt an Wiedecks Organisation.
Mit dem in dieser Form einmaligen Projekt seien zwei Themen verbunden worden und es sei doppelt wirksam, sagte der Arzt Jochen Hoch vom Uniklinik-Blutspendedienst: Auf der einen Seite das nachbarschaftliche Engagement für die Hannah-Stiftung, zum anderen die Blutspende als gelebte Nachbarschaft. Gerade in den Sommerferien gehe die Zahl der Blutspender zurück. Nur: Krankheiten machen keinen Urlaub.
Prävention, Prävention und noch mal Prävention - das liegt der Stiftung besonders am Herzen, betonte Initiator Volker Wiedeck, dessen Hannah-Stiftung zwar formal gegründet ist, die aber weiter auf Gelder angewiesen ist, um aus den Zinserträgen Projekte gegen sexuelle Gewalt unterstützen zu können. Eines, das derzeit im Gespräch ist, soll sich gegen die zunehmende Verrohung von Sexualität unter Jugendlichen durch Pornografie im Internet richten (die Rundschau berichtete).
Motorraddemo
Ende August
Ende August, zum ersten Todestag der vergewaltigten und anschließend getöteten Hannah, wollen zwischen 500 und 1000 Biker an einer Motorraddemo von Bonn nach Königswinter teilnehmen. Wir fahren nicht nur Motorrad, sondern engagieren uns auch sozial, begründete Ingulf Kersten die Blutspende- und Demo-Initiative. Motorradfahrer sind nicht nur Buh-Männer auf der Straße.
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