Erstellt 04.08.08, 19:53h
Von den zwölf im letzten Jahr in Oberberg adoptierten Kindern kamen sieben aus dem Ausland. Fünf Kinder wurden durch Stiefvater oder Stiefmutter adoptiert, sieben von Nicht-Verwandten. In der so genannten Adoptionspflege, die möglichen zukünftigen Eltern und dem in Frage kommenden Kind die Möglichkeit einer Probephase zum kennen lernen bietet, befanden sich im Oberbergischen Kreis 2007 genau fünf Kinder. 13 vorgemerkte oberbergische Adoptionsbewerber gab es. 2003 waren es noch 45, in den beiden Folgejahren 22 und 23.
Die oberbergischen Zahlen liegen voll im landesweiten Trend. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik jetzt mitteilte, ging die Zahl der Adoptionen im Jahr 2007 gegenüber 2006 um 12,9 Prozent zurück. Insgesamt, so das LDS, wurden im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen 1029 Kinder und Jugendliche, genau 561 Jungen und 468 Mädchen, adoptiert. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre gab es noch fast durchweg deutlich über 2000 Adoptionen in NRW. Über die Gründe des Rückgangs geben die Statistik und das Amt jedoch keine Auskunft.
Ende 2007 waren 237 Mädchen und Jungen landesweit zur Adoption vorgemerkt. Ihnen gegenüber standen allerdings 2 410 Bewerber, die gerne ein Kind adoptieren würden. Rein rechnerisch ergeben sich damit pro Kind zehn Bewerbungen von adoptionswilligen möglichen Eltern. (lst)
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