Erstellt 07.08.08, 15:58h
Per Foto von Kinderschänder "bestellt"?
Drei Tage vor dem Verschwinden des Mädchens soll demnach ein Mittelsmann eines Kinderschänderrings ein Foto von Madeleine an ihrem portugiesischen Urlaubsort gemacht und es an einen "Kunden" in Belgien geschickt haben, wie britische Medien mit Blick auf die Ermittlungsakten berichten.
"Der Kunde fand das Mädchen passend, dann wurde Maddie mitgenommen", heißt es in dem Tipp. Die portugiesische Polizei hatte deswegen auch Interpol eingeschaltet, die Sache mangels Glaubwürdigkeit dann aber zu den Akten gelegt. Auch die britische Nachrichtenagentur PA bezweifelte die Glaubwürdigkeit, nannte für ihre Bedenken aber keine Quellen. Dagegen sagte ein Freund von Maddies Eltern, dass deren Detektive die Spur nach Belgien sehr ernst nähmen.
Eltern wollen wieder öffentlich auftreten
Nach der Veröffentlichung der Untersuchungsakten erwägen Madeleines Eltern, Kate und Gerry McCann, der Öffentlichkeit in einem neuen Fernsehappell die jetzt bekanntgewordenen Informationen zu präsentieren. So will eine holländische Verkäuferin das Mädchen kurz nach seinem Verschwinden aus der portugiesischen Ferienanlage in Amsterdam gesehen haben.
Madeleine war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag an der Algarve-Küste in Südportugal aus der Ferienwohnung ihrer Eltern spurlos verschwunden. Die Ermittler gingen zunächst von einer Entführung des Mädchens aus. Später neigten sie zu der Annahme, dass die Kleine tot ist und erklärten die Eltern zu Verdächtigen. Am 21. Juli wurden die Ermittlungen ergebnislos eingestellt.
(dpa)
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