Erstellt 12.08.08, 19:17h
Vermutlich war der Tank gegen 9 Uhr an einem befahrbaren Gitterrost auf dem Huwil-Gelände leckgeschlagen. Dort verlor der Laster bereits eine größere Menge Diesel, der in geringen Mengen auch in einen Regenkanal floss. Nachdem die Feuerwehr Ruppichteroth die umliegenden Kanaldeckel abgedichtet und den Kraftstoff vor Ort gebunden hatte, konnte ein Spezialfahrzeug den Kanal abpumpen und spülen. In Eitorf kümmerten sich derweil 18 Feuerwehrmänner unter Leitung von Gemeindebrandinspektor Jürgen Bensberg um den Tank des Sattelschleppers. Der 31-jährige Lastwagenfahrer aus Freudenberg hatte bereits einen Auffangbehälter unter das Leck gestellt. „In dem Tank waren gut 350 Liter noch drin, da waren die Eimerchen schnell voll“ bestätigte Einsatzleiter Bensberg, der den Kraftstoff umpumpen und den Tank mit speziellem Ölbindemittel abdichten lies. Weitere 20 Säcke Ölbindemittel verstreute die Feuerwehr für die große Öllache auf der Wecostraße und weitere betroffene Straßenabschnitte.
Doch damit war für die Einsatzkräfte nur der geringste Teil der Gefahren gebannt. Mehrere Anrufer hatten gemeldet, dass die L 317 von Schönenberg nach Eitorf durch den öligen Kraftstoff gefährlich glatt sei. Regen hatte die zuvor nur wenige Zentimeter breite Dieselspur zum Teil über beide Fahrspuren verteilt und die Situation auf der kurvenreichen Strecke verschärft. Daraufhin sperrte der Landesbetrieb Straßenbau die Landstraße zwischen Eitorf und Ruppichteroth. Von der Gemeinde Eitorf, die mit einer Kehrmaschine auf der stark betroffenen Wecostraße das Ölbindepulver wieder aufnahm, liehen sich die Beschäftigten des Landesbetriebs zusätzlich Dutzende Säcke Bindemittel. Bis 15.30 Uhr blieb die L 317 für die Aufräumarbeiten gesperrt, gravierende Behinderungen blieben aber aus. (th)
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