Von Manfred Reinnarth, 14.08.08, 20:45h, aktualisiert 14.08.08, 20:53h
Im Amt für Straßen und Verkehrstechnik werden jetzt die Konsequenzen aus dem Trend zum Radfahren gezogen. „Im Fahrradbereich soll noch einiges obendrauf gesattelt werden“, sagte Amtsleiter Klaus Harzendorf. Das bedeutet drei Stellen mehr für die Planungsabteilung von Angela Stolte-Neumann und einige Projekte, die mit dem Bürgerhaushalt finanziert werden. Die Instandsetzung der Radwege an der Aachener Straße, am Vorgebirgspark und am Gürtel sind für nächstes Jahr gesichert.
900 Kilometer baulich getrennter Radwege gibt es in der Stadt. Ein neuer soll wegen des hohen Verkehrsaufkommens an der Riehler Straße gebaut werden. Ansonsten steht ein Drittel dieser Radwege in dem Ruf, eher gefährlich zu sein. „Die Unfallzahlen sind eindeutig. Man sieht das auch im direkten Vergleich des Radschutzstreifens auf der Neusser Straße mit dem separaten Radweg an der Venloer Straße, wo Radfahrer von abbiegenden Autofahrern hinter Bäumen und parkenden Autos gelegentlich übersehen werden und die Radfahrer ständig mit Fußgängern in Konflikt geraten“, sagte der städtische Fahrradbeauftragte Jürgen Möllers. Er will vor allem die Internetarbeit ausweiten und die Zahl so genannter Haarnadeln zum Anschließen von Fahrrädern erhöhen.
Da bereits 9000 Räder durch Pendler an Bahnanlagen abgestellt sind, gibt es Konflikte, die auch im kommenden Jahr noch nicht zu lösen sein werden. „Am Hauptbahnhof passen 1500 Räder in die Radstation, und noch mal 3500 stehen vor dem Gebäude. Abstellanlagen können dort aber aus gestalterischen Gründen nicht errichtet werden“, sagte Harzendorf. „Wir suchen am Alten Wartesaal nach einer Lösung.“
fahrradbeauftragter @stadt-koeln.de
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