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Elsdorf will S-Bahn-Anschluss

Von EVA JUNGGEBURTH, 28.08.08, 07:15h

Bereits in den Jahren 1994/95 forderte die Gemeinde Elsdorf einen eigenen S-Bahn-Haltepunkt. Nach dem tagebaubedingten Wegfall der Anbindung Elsdorfs an den Bahnhof Kerpen-Buir...

ELSDORF. Bereits in den Jahren 1994 / 95 forderte die Gemeinde Elsdorf einen eigenen S-Bahn-Haltepunkt. Nach dem tagebaubedingten Wegfall der Anbindung Elsdorfs an den Bahnhof Kerpen-Buir wurde diese Forderung ausgesprochen, um die zusätzliche Belastung der Elsdorfer, besonders der Berufspendler, auszugleichen.

Damals erstellte die DB Regionalbahn GmbH - Deutsche Bahngruppe ein Gutachten. Untersucht wurden die möglichen Haltepunkte Merzenich und Sindorf-West. Das Fazit lautete: „Haltepunkte zurzeit nicht empfehlbar.“

Die Anzahl von Ein- und Aussteigern sei zu gering, das Betriebskostendefizit zu hoch. Die Gemeinde unternahm danach keinen weiteren Vorstoß mehr, zog ihre Forderung nach einem zusätzlichen S-Bahn-Haltepunkt aber auch nie zurück. Anfang August hat die Initiative „Für Heppendorf“ einen Bürgerantrag an die Gemeinde gestellt und fordert erneut einen S-Bahn-Haltepunkt für Elsdorf auf dem Stadtgebiet Kerpen.

In der Begründung heißt es, die Gemeinde Elsdorf verliere in absehbarer nicht nur die Zufahrt zur Autobahn 4 bei Buir, sondern auch die zur dortigen S-Bahn. Elsdorf habe bereits den Verlust seines Bahnanschlusses durch den Tagebau Hambach „hinnehmen“ müssen, bald würden nahezu alle Elsdorfer auch von der nächstliegenden Bahnstrecke Köln-Aachen abgeschnitten. Als „einzigen akzeptablen Ersatz für die erneuten Verluste an Mobilität“ betrachtet die Heppendorfer Bürgerinitiative einen S-Bahn-Haltepunkt in der Nähe der Neubaustrecke B 477 bei Geilrath. „Größte Eile“ sei geboten.

Grüne sprechen sich

für Schnellbusse aus

Bei den „Verantwortlichen für die Einschränkungen“, RWE Power, seien rechtzeitig entsprechende Finanzbeiträge einzufordern.

Der Ausschuss für Umwelt und Verkehr des Rates der Gemeinde Elsdorf unterstützt das Vorhaben. Er hat bei seiner Sitzung einstimmig beschlossen, dass der Antrag an den Kreisverkehrsausschuss des Kreistages des Rhein-Erft-Kreises weitergeleitet wird, der zuständig ist.

Auch Michael Broich von den Grünen sprach sich für eine Unterstützung des Antrags aus, schlug aber vor, Schnellbusse einzusetzen, die auch Ortschaften wie Oberembt, Niederembt, Esch, Angelsdorf und Elsdorf direkt mit den nächsten Bahnhöfen verbinden sollen. Während sich vor allem Sozialdemokrat Jens Billaudelle für den S-Bahn-Haltepunkt aussprach, kamen kritische Stimmen aus der CDU-Fraktion. Jakob Nießen wies auf die „defizitäre“ Verfassung der Gemeinde hin.



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