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Auf „Wasserroute“ zur Talsperre

Von GUIDO WAGNER, 06.09.08, 07:12h

Ein Jahr nach dem „unverDHÜNNt“-Aktionswochenende an der Großen Dhünn-Talpsperre eröffneten Kreis und Wupperverband gestern den Wanderweg „unverDHÜNNt 1“ - die „Wasserroute“.

Ein Jahr nach dem „unverDHÜNNt“-Aktionswochenende an der Großen Dhünn-Talpsperre eröffneten Kreis und Wupperverband gestern den Wanderweg „unverDHÜNNt 1“ - die „Wasserroute“.

ALTENBERG. „Wareneingang“ meinte Wupperverband-Chef Bernd Wille lakonisch, als es gestern Nachmittag pünktlich zur Eröffnung des ersten „unverDHÜNNt“-Wanderweges mit dem passenden Titel „Wasserroute“ auch von oben reichlich Anschauungsmaterial gab. „Beim Aktionswochenende, an dem rund 15 000 Menschen zur Großen Dhünn-Talsperre gekommen sind, haben wir gesagt, dass wir die Themen Natur und Gewässerschutz nachhaltig an den Mann und die Frau bringen wollen - das hier ist die erste Chance dazu“, begrüßte Landrat Rolf Menzel die Kooperationspartner und rund 30 Mitwanderer zur Eröffnung des vom Sauerländischen Gebirgsverein mit weißen Rechtecken markierten Rundweges.

15,6 Kilometer lang ist die Tour, die von Altenberg durchs Dhünntal zum Staudamm der Großen Dhünn-Talsperre und zurück führt. Die Wege selbst sind nicht neu, wohl aber das ausgeklügelte Besucherinformationssystem am Wegesrand. Die ersten der rund 20 Info-Stelen konnten die Eröffnungswanderer, darunter auch die Bürgermeister Johannes Maubach (Odenthal), Eric Weik (Wermelskirchen) und Hans Dieter Kahrl (Burscheid), gestern bereits in Augenschein nehmen. So erfuhren sie beispielsweise am Schöllerhof, dass das jüngst wieder herausgeputzte Gebäude auf einen landwirtschaftlichen Hof der Zisterzienser von Altenberg zurückgeht und später als Versandstelle für die Pulverfabriken Aue und Helenental diente.

„Diese Informationstafeln sind prima, man kann ja nicht immer eine ganze Bibliothek mitschleppen“, zeigte sich Wanderfreund Dr. Harald Howe erfreut. Zusätzliche Forschungsergebnisse aus erster Hand gaben gestern unterwegs Manfred und Randolf Link vom Verein Landschaft und Geschichte, die etwa auf die Reste alter Wehre und Pulvermühlen am Wegesrand aufmerksam machten. Geologische Spuren aus der Zeit vor 370 Millionen Jahren, als Odenthal noch an einer Meeresküste lag, steuerte Hans Dieter Hilden vom SGV bei.

Mit ins Boot geholt wurden auch die Vertreter des Bergischen Naturschutzvereins, die eine mangelnde Einbindung in das Projekt moniert hatten. Bei den noch ausstehenden Stelen werde natürlich auch der Naturschutz mit berücksichtigt, versicherte Kreispressesprecherin Birgit Bär.

Gefördert hat die robusten Stelen, die später in das Besucherlenkungs- und Informationssystem des „Regionale 2010“-Projektes Dhünn-Korridor integriert werden sollen, die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln. An den Arbeiten beteiligt hat sich auch der Wupperverband, der unter anderem einen neuen Rastplatz mit reizvollem Ausblick am Staudamm angelegt hat. Am Infozentrum gegenüber gabs gestern für die Premierewanderer eine Stärkung - und einen guten Schluck Trinkwasser aus der Großen Dhünn-Talsperre.

Zahlreiche Infos zur neuen „Wasserroute“ gibts im Internet.

 www.unverdhuennt.de



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