Von Pia Berger-Bügel, 11.09.08, 19:03h
„Es ist leichter, Menschen zu glauben, die den Hunger erlebt haben, als den Lehrern oder Schulbüchern“, fasst einer der Teilnehmer seine Eindrücke von dem eintägigen, englischsprachigen Workshop zusammen. Mit dem Ziel, zur Verständigung der Völker beizutragen, veranstaltet die Freiwilligenorganisation „Service Civil International“ (SCI), die sich seit über 80 Jahren für gewaltfreie Konfliktlösung, nachhaltige Entwicklung und soziale Gerechtigkeit einsetzt und in 90 Ländern vertreten ist, ökologische, soziale und kulturelle Projekte und Workshops an Schulen.
Ein wichtiges Ziel des Bildungsprojekts war es zu vermitteln, dass zur Lösung der Hungerproblematik jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann - etwa, indem er weniger Fleisch isst. Denn für ein Steak wird sieben Mal so viel Grünfutter und Weideland benötigt wie für eine vergleichbare Menge vegetarischen Essens. Auch der Verzicht auf Autofahrten und bewusstes Einkaufen von fair gehandelten Produkten können einen Betrag leisten.
Für Godrick Mwachofi aus Kenia änderte sich der Blick auf Europa. „Wir kennen Deutschland nur aus den Fernsehsoaps. Dort sieht für uns alles so aus wie im Paradies.“ Dass jedoch auch viel Engagement dahinter steht, wie beispielsweise beim Umweltbewusstsein und Recycling, ist neu für ihn, der die schönen Landschaften in seiner Heimat bisher als selbstverständlich hingenommen hat.
Die Ergebnisse des Projekts werden am Samstag beim Schulfest des Albert-Schweitzer-Gymnasiums präsentiert. Auch die internationalen Teilnehmer werden dabei sein.
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