Erstellt 29.09.08, 07:15h
Ob Diabologruppe, Jongleure, Clowns oder Seiltänzer, - was so spielerisch wirkte, war das Ergebnis harten Trainings während einer Projektwoche an der Gesamtschule der Stadt Bergheim. Davon erzählten Schüler der Klasse zwölf, die die Zirkusgruppen anleiteten, hinter den Kulissen.
Die ersten Grundzüge des Spiels mit dem Diabolo hätten die Schüler schnell gelernt, berichtete der 17-jährige Can Arslan. dann seien die Kinder allerdings schnell der Meinung gewesen, üben sei nicht nötig, sie beherrschten die Nummer ja schon. Von vielerlei Motivationsversuchen abgesehen, habe dann der bevorstehende Auftritt im Zirkuszelt noch einmal einen Lernschub vermittelt, sagte Arslan. Einmal in der Manege, gibt es kein Maulen mehr, stellte er fest.
Lisa Hartl, die ihren Kindern Kunststücke auf kleinen BMX-Fahrrädern beibrachte, schildert die Kinder als verrückt, frech und laut bis die Probe in der Manege anstand. Mit Kindern kannst du es gut, jetzt zeigst du einmal, was du drauf hast, hatte sich der 18-jährige Schüler David Day vor Absolvieren des Zirkusworkshop gedacht, seit drei Jahren arbeite er schon in einem Frechener Jugendzentrum.
Ob er den Gruppenleiterlehrgang mit dem Sozialpädagogen der Schule, Georg Husemann, in Verbindung mit der Zirkusarbeit wirklich als Praktikum für ein Studium im Sozialwesen nutzen will, wusste David Day noch nicht. Ich schwanke noch, ob ich Polizist werden will oder Sozialpädagoge.
Als sehr verantwortlich in Training und Betreuung der Kinder, beschrieb jedenfalls Zirkuschef Stefan Waskow die 17 Jugendlichen, die nicht nur die Projektwoche gestalteten, sondern auch ein halbes Jahr lang den Zirkus Zappzarap bei anderen Schulprojekten begleiteten. Üblicherweise sind es nämlich die Lehrer, die die Zirkusleute im Vermitteln der Tricks unterweisen. (otr)
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