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Rekordjagd im Gemüsebeet

Von BERND ROSENBAUM, 06.10.08, 07:15h

Mit dem Kürbis ist das so eine Sache: Man kann ihn hegen und pflegen, man kann ihn wässern, das Blattwerk regelmäßig zurückschneiden und das Ungeziefer von ihm fern halten. Doch...

ERFTSTADT. Mit dem Kürbis ist das so eine Sache: Man kann ihn hegen und pflegen, man kann ihn wässern, das Blattwerk regelmäßig zurückschneiden und das Ungeziefer von ihm fern halten. Doch wenn das Wetter in den entscheidenden Monaten des Jahres nicht mitspielt, kann man sich noch so viel Mühe geben, einen Rekordkürbis wird man dann kaum ernten.

Diese Erfahrung hat auch Degenhard Neisse schon gemacht, der seit einigen Jahren diese Früchte aller Sorten, Größen und Farben züchtet. Am Samstag und Sonntag lud der Landwirt bereits zum fünften großen Kürbisfest auf Burg Konradsheim ein. Dabei wurde auch Deutschlands schwerster Kürbis ermittelt. Den hatte in diesem Jahr der Belgier Jos Ghouje mitgebracht. Sein Exemplar brachte stolze 457,5 Kilogramm auf die Waage. Damit wurde ganz offiziell Deutschlands schwerster Kürbis gekürt, denn Neisse ist als Veranstalter in diesem Jahr erstmals Mitglied im internationalen Kürbisverband Giant Pumpkin Commonwealth (GPC).

Prachtexemplar

mit 2,60 Meter Länge

In Konradsheim war auch Johannes Offermann aus Köln-Lind wieder vertreten. Der Hobby-Gärtner, der sich im vergangenen Jahr erstmals an der in die Länge wachsenden Sorte „Long Gourd“ versuchte und mit 2,85 Metern gleich einen neuen Europarekord aufstellte, hatte auch diesmal wieder ein besonders langes Exemplar mitgebracht. Und auch wenn die rund 2,60 Meter lange Frucht nicht zu einem Rekord reichte, so war sie in ihrer maßgezimmerten Holzkiste doch neben ihren schwergewichtigen Verwandten der Sorte „Atlantic Giant“ ein Blickfang für die großen und - ganz besonders - für die vielen kleinen Besucher des Festes.

Besonders den Nachwuchs möchte Organisator Degenhard Neisse gerne über das ungewöhnliche Gemüse wieder für die Natur begeistern. „Gerade mit der Kürbiszucht lassen sich die Kleinen schnell begeistern, weil sich hier innerhalb kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse erzielen lassen“, so Neisse. Man könne den Pflanzen förmlich beim Wachsen zusehen. In der „heißen Phase“ lege ein Atlantic Giant täglich bis zu 15 Kilogramm an Gewicht zu. Und auch wenn man sich nicht täglich um seine Pflanze kümmere, wüchsen die Früchte beachtlich. „Wer jedoch Rekorde aufstellen will, muss für optimale Bedingungen sorgen“, betont Neisse. Das sei ähnlich wie bei einem Hochleistungssportler, der nur mit den besten Rahmenbedingungen konkurrenzfähig sein könne.

Beim Kürbisfest auf Burg Konradsheim standen neben Rekorden auch der Spaß für die ganze Familie und der Informationsaustausch rund um die Kürbisfrucht im Vordergrund. So konnten die Besucher über 25 verschiedene Kürbissorten kennen lernen, sich über die besten Kochrezepte austauschen und einige Gerichte gleich vor Ort probieren. Für die Pänz gab es unter anderem eine Hüpfburg, einen Spielzeugstand und Kutschfahrten in die Umgebung.



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