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Rheinische Fachhochschule

Zur „Marke“ entwickelt

Von Martina Windrath, 13.10.08, 21:34h, aktualisiert 13.10.08, 22:13h

Die Rheinische Fachhochschule feiert dieses Jahr ihren 50. Geburtstag. 4800 Studenten lernen in den Räumlichkeiten des ehemaligen "Schaeven-Palastes". Die Hochschule bildete ursprünglich nur Ingenieure aus. Heute bietet sie neun verschiedene Studiengänge an.

Köln - Anno 1958 in Köln, Konrad Adenauer ist Bundeskanzler, Hennes Weisweiler Trainer des 1. FC - und in der Stadt wird die private Rheinische Ingenieurschule von Dr. Gottfried Päffgen gegründet. In den folgenden 50 Jahren wächst sie von von 120 auf heute 4800 Studierende und entwickelt sich „zur Marke RFH“, freut sich Präsident Professor Johannes Schinke, der langjährige Rektor der Rheinischen Fachhochschule (RFH). Nicht nur das Jubiläum ist ein Grund, am 17. Oktober zu feiern. Einen „Quantensprung“ machte die Hochschule gerade durch den Umzug des Hauptsitzes vom Hohenstaufenring an die Schaevenstraße. Hinter repräsentativen historischen Fassaden des ehemaligen „Schaeven-Palasts“ wurden auf vier Etagen modernste Seminarräume eingerichtet.

Einige Hürden mussten allerdings überwunden werden, bis die RFH 1966 ihre staatliche Anerkennung und 1971 die Anerkennung als Rheinische Fachhochschule erhielt; etablierte Hochschulen witterten Konkurrenz. Die RFH bildete bis Anfang der 90er Jahre ausschließlich Ingenieure aus. Mittlerweile gibt es neun Studiengänge, darunter Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik, Medizin-Ökonomie, Medienwirtschaft / -design. „Wir pflegen in den Seminaren von 20 bis 50 Leuten ein partnerschaftliches Verhältnis, es ähnelt dem amerikanischen System“, so Schinke. „Die heutige Generation ist die lernbegierigste, die ich hier je erlebt habe. Wenn Veranstaltungen ausfallen, kommt sofort die Frage: Wann holen wir das nach?“ Medienwirtschaftsstudentin Olivia Meik, Projektleiterin für das Jubiläumsfest, bestätigt dies: „Jeder versucht, so weit zu kommen, wie er kann, und nutzt die breit gefächerten Angebote.“ Sie hat die RFH gewählt, „weil ich von Freunden viel von der Qualität der Lehre gehört habe. Es gibt hier kleine Gruppen, die Betreuung durch die Professoren ist sehr gut, es werden viele Angebote auch über das Studienfach hinaus gemacht. Der Praxisbezug ist auch sehr wichtig.“

Während für die Ingenieurstudiengänge die regulären Studienbeiträge fällig sind, sind für die anderen Angebote der privaten FH Gebühren in Höhe von rund 3220 Euro je Semester zu bezahlen. „Rund 80 Prozent der Absolventen haben zum Zeitpunkt ihrer Abschlussprüfung bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche“, freut sich Präsident Schinke, seit den ersten Jahren an der RFH dabei, über den Erfolg. Die Bachelor- und Master-Ära ist auch in der RFH angebrochen, drei Master gibt es bereits, im nächsten Jahr sollen fünf folgen. Weiter ausgebaut werden der Praxisbezug und Forschungsvorhaben - von Studien für eine bessere Verständlichkeit von Qualitätsberichten von Krankenhäusern bis zum Veranstaltungsmanagement der Jubiläumsfeier zum 50. Geburtstag.

 www.rfh-koeln.de



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