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Homburger ersetzt Bargeld

Erstellt 24.10.08, 07:09h

Ob in Wiehl, Nümbrecht oder Bielstein: In immer mehr Schaufenstern der Geschäfte im Homburger Land prangen bunte Fensteraufkleber, die der Kundschaft versichern: „Der...

AUS DEM KREIS. Ob in Wiehl, Nümbrecht oder Bielstein: In immer mehr Schaufenstern der Geschäfte im Homburger Land prangen bunte Fensteraufkleber, die der Kundschaft versichern: „Der Homburger - auch hier einlösbar“.

Die Sparkasse der Homburgischen Gemeinden hat die Regionalwährung in Umlauf gebracht, weil sie „die Menschen in der Region zusammenbringen will“, wie Sparkassenchef Manfred Bösinghaus betont. Dass drei Gewerberinge sich über die Gemeindegrenzen hinweg dafür stark machen, hat dem Banker sehr imponiert. „Als wir von der Idee erfuhren, waren wir sofort bereit, das Projekt zu unterstützen.“

Nur Mitglieder

dürfen mitmachen

Die neue Währung wird 1:1 zum Euro umgerechnet und kann, wie berichtet, seit Donnerstag in mehr als 100 Geschäften ausgegeben werden. Rund 10 000 Homburger bringt die Sparkasse in Beträgen zu 5, 10, 20 und 50 Euro in Verkehr. Zu haben ist er in allen sieben Sparkassenfilialen der Homburgischen Gemeinden. Genau wie ein Flyer, der auflistet, wo der Homburger überall willkommen ist. Und da er als Geschenk gedacht ist, wird ein schöner Geschenkumschlag gleich mitgereicht.

„Wer sich als Geschäftsinhaber an dem System beteiligen will, muss Mitglied in der Nümbrechter Aktionsgemeinschaft, dem Wiehler Ring oder dem Gewerbering Bielstein sein“, betont Bösinghaus, dass die Sparkasse keinen Umtausch von Nichtmitgliedern akzeptieren werde. Ebenso sei der Umtausch in Bargeld für Privatkunden ausgeschlossen.

Die ungewöhnliche Kooperation der Gewerberinge ist nicht ganz uneigennützig: „Wir freuen uns, wenn wir auf diese Weise Mitglieder gewinnen können“, erklärt Ulrich Noss vom Wiehler Ring.

Wer den Homburger verschenkt, tut nicht nur etwas für die Geschäftswelt, sondern auch für den guten Zweck: „Sobald der tausendste Homburger bei uns eingelöst wird, spenden wir einen Betrag an eine gemeinnützige Einrichtung“, verspricht Noss.

Sollten am Jahresende nicht alle Homburger in den Kassen der Geschäfte gelandet sein, wird die Sparkasse den Überschuss an die drei Gerwerberinge ausschütten: „Verdienen wollen wir an dem Projekt natürlich nichts.“ (mm)



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