Von Maxi Gödel, 02.11.08, 22:09h
Versteckte Lautsprecher jagten den vielen tausend Besuchern mit Rasseln und Atemgeräuschen eine Gänsehaut über den Rücken. Neben der schaurigen Atmosphäre hatte der Zoo auch weitere spannende Attraktionen vorbereitet: Didgeridoo-Musik auf der Muschelbühne, 3D-Filme in der Zooschule oder eine Guillotine im Nashorngehege. Der Weg der Freunde Helena, Leonie und Paul führte aber geradewegs ins Südamerikahaus zum „Sinnespfad“.
Wer den Parcours durchschritt, wanderte über Nüsse, deren Knirschen wie das von Knochen klang, und durch Stoffgespinste hindurch, die sich wie Spinnweben um das Gesicht legten.
Zwischen Piranhas
und Vogelspinnen
„Am ekligsten fand ich die aufgeblasenen Gummihandschuhe“, erzählte die neunjährige Leonie anschließend. Freundin Helena (7) freute sich vor allem auf das Figurentheaterstück „Kasperle und die Zauberkiste“. Im Aquarium wurden dieses Jahr die haarigen Vogelspinnen, Krokodile und wilde Piranhas gefüttert.
Viele Gruselfans feuerten beim Schabenrennen ihren Favoriten kräftig an. Wer keine Berührungsängste hatte, half den Insekten mit einem Fingerstubser nach. Tobias und seine Freunde zeigten auch keine Furcht vor der Kornnatter. Die Schlange sei zwar für den Menschen nicht giftig, doch laut Tierpfleger tue der Biss doch ganz schön weh. Tobias streichelte das Reptil trotzdem: „Sie fühlt sich ganz glatt an.“
Die meisten Tiere bekamen vom Gruselspaß nichts mit. Die Okapis drehten den Besuchern den Rücken zu, und die Bisons standen in ihrem dunklen Auslauf wie in der Bewegung erstarrt da und gaben selbst ein gruseliges Bild ab.
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