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Warnstreik bei Radium

Erstellt 04.11.08, 07:12h

Acht Prozent mehr Lohn fordert die IG Metall. Mit Warnstreiks wollen die Metaller ihrer Forderung Nachdruck verleihen, Radium in Wipperfürth war gestern der Vorreiter in...

WIPPERFÜRTH. Acht Prozent mehr Lohn fordert die IG Metall. Mit Warnstreiks wollen die Metaller ihrer Forderung Nachdruck verleihen, Radium in Wipperfürth war gestern der Vorreiter in Oberberg. „Von 9.30 Uhr bis 10.15 Uhr haben rund 180 Kollegen die Arbeit niedergelegt“, berichtet der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Udo Kokus auf BLZ-Nachfrage.

Vor dem Werkstor wurden Flugblätter verteilt. „Die Finanzkreise darf kein Vorwand sein, um die kleinen Leute doppelt und dreifach zu belasten“, heißt es dort unter anderem. „Wir werden auch die Kollegen in der Spät- und der Nachtschicht auffordern, eine Stunde früher nach Hause zu gehen“, so Kokus, man rechne mit rund 120 Radium-Mitarbeitern, die sich daran beteiligen würden. „Acht Prozent mehr Lohn, das halten einige Leute vielleicht für etwas erhöht. Aber wenn man sich etwas tiefer mit der Materie beschäftigt, dann sieht man, dass es schon etwas in dieser Größenordnung sein soll, um die Kaufkraft zu verstärken“, sagte der Vize-Betriebsratschef.

Norbert Kemper, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Oberberg, zeigt sich mit der Beteiligung zufrieden. In den kommenden Tagen will die Gewerkschaft in weiteren oberbergischen Betrieben der Metallindustrie zu Warnstreiks aufrufen. (cor)



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