Von Daniela Greulich und Julia Frizen, 11.11.08, 19:41h
Lisa Blum, Manuela Eisberg und der Arzt Carsten Eisberg organisierten die Typisierungsaktion mit Hilfe der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Die Initiativgruppe setzte sich ein, Mitarbeiter von Rettungswachen und Krankenhäusern halfen ebenso mit wie Mitarbeiter aus Arztpraxen und Kirchengemeinden, Feuerwehr und Johanniter-Unfallhilfe waren vor Ort, dazu Freunde und Verwandte.
Die Oberbergische Krebskrankenhilfe bezahlte alle Typisierungen: Jede schlägt mit 50 Euro zu Buche.
Toller Erfolg auch für die DKMS
Auch für die DKMS-Aktionsbetreuerin Katrin Dördelmann ein toller Erfolg. „Die Resonanz war großartig, wir hatten eigentlich mit weniger gerechnet, daher freuen wir uns umso mehr“, sagt sie. Besonders angetan zeigte sich Dördelmann von der „perfekten Organisation“ der Veranstaltung. „Obwohl viele Leute Schlange stehen mussten, haben die Helfer für eine entspannte Atmosphäre gesorgt.“
Und wie geht es jetzt weiter? Zunächst gingen die Blutproben ins Labor nach Dresden, dann kommen sie nach Ulm ins Zentralregister der DKMS. „Dort stehen sie für Leukämiekranke aus aller Welt zur Verfügung“, erklärt Dördelmann.
Auch Daniels Mutter hofft sehr, dass bald ein passender Stammzellspender für ihren Sohn gefunden wird - ob bei dieser Aktion oder einer anderen. Woher der Spender komme, werde man sowieso nicht erfahren. Daniel habe keine außergewöhnliche Gewebekombination, so dass es sicher einen passenden Spender gebe. Jeder Fünfte findet jedoch keinen geeigneten Stammzellengeber.
Allerdings geht es dem Baby seit Anfang dieser Woche schlechter, so dass die Mutter glaubt: Die Zeit drängt. Bei Daniel wurde ein heftiger Anstieg der Leukozyten diagnostiziert, so dass die Chemotherapie auf die anderthalbfache Dosis erhöht werden musste. „Dadurch geht es ihm zum Glück gut und er ist wieder munter und fröhlich.“
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22. April 2012,
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