Von Ralf Arenz, 25.11.08, 20:53h
Von ihren 2007 geschassten Vorständen verlangt die IKB unter anderem Boni zurück. Nach verlustreichen Geschäften hatte das Institut die Bilanzen wieder geöffnet und die Ergebnisse korrigiert, wodurch sich auch die Grundlage für die Erfolgszahlungen an die Manager änderte. Ex-Vorstandschef Stefan Ortseifen soll laut Manager-Magazin 805 000 Euro zahlen, Volker Doberanzke 583 000, Markus Guthoff 600 000 und Joachim Neupel, der Ende 2006 aus Altersgründen ausgeschieden war, 451 000 Euro. Doberanzke und Guthoff hatte die IKB eine letzte Frist gesetzt. Ob beide gezahlt haben, will das Institut aber nicht sagen. Außerdem prüft die Bank Schadenersatzansprüche. Ortseifen wiederum klagt gegen seine Entlassung. Gezahlt hat bislang der einzig noch amtierende Vorstand. Der für Personal zuständige Claus Momburg erstattete gut 550 000 Euro.
Die IKB war im Zuge der Finanzmarktkrise in eine Schieflage geraten. Der von dem Institut verwaltete US-Fonds Rhineland Founding hatte sich mit US-Hypotheken verspekuliert. Milliardenhilfen der staatlichen KfW, die Großaktionärin der IKB war, des Bundes sowie von anderen Banken bewahrten die IKB vor dem Zusammenbruch.
Im laufenden Geschäftsjahr (31. März) rechnet die IKB wegen des Abbaus eines Großteils ihrer risikoreichen Wertpapiere mit Verlusten von 400 Millionen Euro.
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