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Kölner Haie

Zwei Schritte rückwärts

Von Martin Sauerborn, 26.11.08, 20:15h, aktualisiert 26.11.08, 20:16h

Die Kölner Haie haben ihre eklatante Auswärtsschwäche fortgesetzt. Das 1:4 am Dienstag in Hannover ließ die Kölner vor der Partie am Donnerstag in Ingolstadt auf Platz zwölf verharren.

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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
KÖLN - Es war ein mühseliger Weg. Einen ganzen Monat lang haben die Kölner Haie hart daran gearbeitet, sich in der Deutschen Eishockey Liga wieder als ernst zu nehmende Kraft zu etablieren. Wer aus acht Spielen in Folge immer mindestens eine Plus-Punkt in die Tabelle einarbeiten kann, gilt im Allgemeinen als Kandidat für die ersten zehn Ränge, die bekanntlich zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen. Nach dem 6:5-Derbysieg am vergangenen Donnerstag gegen Düsseldorf schnupperten die Kölner tatsächlich erstmals an dieser Qualifikation, als sie punktgleich mit dem Zehnten Nürnberg Platz elf einnahmen. Das war vor einer Woche und vor den beiden deftigen Packungen in Krefeld (0:6) und Hannover. „Ein klarer Fall von Rückschlag“, erkannte Haie-Manager Rodion Pauels.

Das 1:4 am Dienstag in Hannover ließ die Kölner vor der morgigen Partie in Ingolstadt auf Platz zwölf verharren. Der Rückstand auf die Playoff-Plätze ist auf vier Punkte angewachsen, wobei die Haie zwei Spiele mehr auf dem Buckel haben als die Konkurrenz. „Wir haben einen Monat gebraucht, um einen Schritt nach vorne zu machen. Jetzt machen wir in zwei Spielen zwei Schritte zurück“, befand Pauels. Und der Manager wirft gleich wieder die Frage nach der Einstellung seiner gut bezahlten Profis auf: „Jeder muss sich fragen, ob er immer alles gibt. Ich habe keine Lust, mir das noch länger anzusehen.“

Nach ordentlichem ersten Drittel beim Spitzenreiter Hannover verfielen die Haie im zweiten Abschnitt in ihre üblichen Fehler. Zwei Unkonzentriertheiten führten zum 0:2. Nachdem Bryan Adams durch sein 1:2 die Hoffnungen wieder aufleben ließ, dauerte es ganze 28 Sekunden bis zum nächsten haarsträubenden Fauxpas. „Wenn man gewinnen will, braucht man jederzeit und überall auf dem Eis Zweikämpfe“, erklärte Pauels. In Hannover sah er sie nicht.

So fügten die Kölner ihrer eklatanten Auswärtsschwäche in dieser Saison ein weiteres Kapitel zu. Nur zwei Siege aus elf Spielen, acht Punkte und ein Torverhältnis von 22:42: Diese Statistik spricht Bände und dämpft die Hoffnungen für den Auftritt in Ingolstadt, wo der KEC traditionell schlecht aussieht. „Für uns gibt es nur ein realistisches Ziel. Wir müssen unsere Leistung stabilisieren. Dann ist ein zehnter Platz zwingend“, meint Pauels.

Auch über die Nürnberger Insolvenz macht sich der Manager so seine Gedanken. Und die sind nicht gerade lustig: „Das ist erst der Beginn. Im Eishockey, Handball und Basketball werden weitere Insolvenzen folgen. Es muss grundsätzlich über die Finanzierung dieser Sportarten nachgedacht werden. Selbst ein Halb-Profitum scheint mir angesichts der aktuellen Finanzkrise nicht abwegig.“ Pauels schaut dabei auch hinter die eigene Tür: „Ich weiß auch noch nicht, welcher Etat mir kommende Saison zur Verfügung steht“, antwortete er auf die Frage nach möglichem neuen Spielerpersonal.



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