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Augen auf

Seltene Schau am Himmel

Erstellt 30.11.08, 23:15h

Gegen 17 Uhr schiebt sich am Montag der Mond vor die Venus. Das Schauspiel am Himmel kann man mit bloßen Auge beobachten. Nur 50 Sekungen dauert es, bis der Mond die Venus wieder vollständig bedeckt.

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Wenn das Wetter mitspielt, ist mit bloßen Auge zu erkennen, wie sich der Mond zwischen Erde und Venus entlang schiebt. (Bild: dpa)
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Wenn das Wetter mitspielt, ist mit bloßen Auge zu erkennen, wie sich der Mond zwischen Erde und Venus entlang schiebt. (Bild: dpa)
Heute bietet der Abendhimmel ein seltenes Schauspiel, das bei sternenklarem Wetter von ganz Mitteleuropa aus mit bloßen Augen zu verfolgen ist: In den frühen Abendstunden schiebt sich der zunehmende Mond vor den strahlend hellen Abendstern, die Venus. Diese so genannte Venusbedeckung durch den Mond beginnt je nach Standort gegen 17 Uhr und endet kurz vor 18.30 Uhr. Die Wetteraussichten lassen allerdings befürchten, dass das Ereignis in weiten Teilen Deutschlands nicht beobachtet werden kann, weil es regnen oder schneien soll.

Nach 50 Sekunden ist Venus verschwunden

Die Bedeckung beginnt auf der dunklen Mondseite. Wer kurz vor 17 Uhr zum Südwesthimmel blickt, sieht am linken Mondrand einen hellen Lichtpunkt. Venus scheint an der dunklen Mondseite zu kleben. Kurz darauf wird Venus schnell lichtschwächer, der Mond schiebt sich davor. Fünfzig Sekunden dauert es, bis der Mond die winzig kleine Planetenscheibe vollständig bedeckt. Nach ziemlich genau eineinhalb Stunden erscheint Venus wieder rechts unten am hellen Rand der Mondsichel und erstrahlt dann wieder in ihrer ursprünglichen Helligkeit.

Die genauen Zeiten des Himmelsspektakels sind ortsabhängig: In Köln bedeckt der Mond um 16.59 Uhr die Venus, in München erst um 17.10 Uhr. Venus taucht in Köln am südwestlichen Mondrand um 18.23 Uhr wieder auf, in München hingegen drei Minuten später. Die dunkle Seite des Mondes schimmert derzeit schwach im so genannten Erdschein: Das an der Erde reflektierte Licht der Sonne erhellt schwach das dunkle Mondterrain.

Zu Mond und Venus gesellt sich zudem Jupiter, der etwas oberhalb des Mondes als auffallend heller Lichtpunkt zu sehen ist. Damit stehen die drei momentan hellsten Gestirne des Nachthimmels nur einen Fingerbreit auseinander. Dieser Eindruck ist allerdings etwas irreführend: Denn während der Mond gegenwärtig rund 400 000 Kilometer von der Erde entfernt steht, ist Venus mit etwa 150 Millionen Kilometern bereits 370 Mal weiter weg. Und der Riesenplanet Jupiter zieht in noch knapp sechsmal größerer Distanz seine Runden, er ist gegenwärtig 870 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Das Licht benötigt vom Gasriesen 42 Minuten zu uns, von der Venus 8,4 Minuten und vom Mond nur 1,4 Sekunden.

Mond, Venus und Jupiter gehen bald nach 19 Uhr unter. Auch in den kommenden Tagen lässt sich das Doppelgestirn Venus und Jupiter noch beobachten, das sich allerdings langsam voneinander entfernt. (dpa)



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