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Portrait

Mannichl gilt als Feindbild der Neonazis

Erstellt 14.12.08, 22:02h

Der Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl gilt seit einiger Zeit als Feindbild von Rechtsextremen. Da in diesem Jahr die Zahl der rechten Gewalttaten im Bereich seiner Polizeidirektion stark zugenommen hat, ging er bei Aufmärschen von Skinheads und in anderen Fällen konsequent gegen die Extremisten vor.

Er wollte nicht zulassen, dass die Region immer mehr zu einem Zentrum rechter Umtriebe wird.

Die Rechtsradikalen quittierten dies mit etlichen Schmähungen im Internet. So titelte vor wenigen Wochen die Passauer NPD auf ihrer Homepage: „Polizeidirektor Mannichl belästigt Trauergäste.“ Die rechtsextremistische Partei warf dem 52-Jährigen vor, dass er mit seinen Beamten bei einer Gedenkveranstaltung während des Volkstrauertages NPD-Mitglieder gezielt schikaniert habe.

Mannichl gilt als ebenso umsichtiger wie professioneller Polizist. Er ist seit 35 Jahren im Dienst und hat eine ganze Reihe von Führungspositionen besetzt. Nach seiner Zeit bei der Grenzpolizei wurde er 1997 Chef der Abteilung für organisierte Kriminalität beim Regensburger Polizeipräsidium. Später wurde er stellvertretender Leiter der Passauer Polizei, ehe er im September 2004 dort zum Polizeidirektor ernannt wurde. (dpa)



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