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Fit für die Zukunft des Lernens

Von STEFAN CORSSEN, 09.01.09, 07:12h

Ob bei der Suche nach Literatur für ein Referat oder einfach zum Zeitung lesen - schon heute nutzen die Schüler des EvB-Gymnasiums die Stadtbücherei im Alten Seminar. Eine...

WIPPERFÜRTH. Ob bei der Suche nach Literatur für ein Referat oder einfach zum Zeitung lesen - schon heute nutzen die Schüler des EvB-Gymnasiums die Stadtbücherei im Alten Seminar. Eine eigene Bücherei hat das EvB nicht. Doch im Vergleich zu Bibliotheken in Großstädten ist die Stadtbücherei bescheiden ausgestattet, der jährliche Etat von 12 500 Euro für Neuanschaffungen lässt keine großen Sprünge zu. „Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Schüler nicht benachteiligt werden. Wipperfürth liegt nun einmal weitab von allen Universitätsstädten“, sagt Schulleiterin Marga Radermacher.

Abhilfe soll ein modernes Selbstlernzentrum schaffen, mit einer gut ausgestatteten Bibliothek und 22 zusätzlichen Computerarbeitsplätzen. Denn das Internet wird als umfassende Informationsquelle immer wichtiger. Zudem müssen künftig alle Schüler der Jahrgangsstufe Zwölf eine Facharbeit schreiben, die an die Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens heranführen soll. Auch das geht nur, wenn die Schüler breiten Zugang zu Informationen haben und gleichzeitig lernen, dass das Internet viel mehr ist als Google und Wikipedia.

Das St.-Angela-Gymnasium hat bereits seit 2006 ein eigenes Lese- und Informationszentrum, jetzt will auch das EvB nachziehen. Die ersten Pläne dafür gab es bereits vor neun Jahren. Doch erst jetzt, nachdem das Schulministerium im Zuge der Ganztagsoffensive dem EvB einen Zuschuss von 100 000 Euro bewilligt hat, kann das Projekt auch umgesetzt werden. Vorausgesetzt, die Stadt als Schulträger legt ihrerseits mindestens 100 000 Euro oben drauf. Im Haushaltsplan für 2009 sind jedenfalls sicherheitshalber schon einmal 200 000 Euro eingestellt. Da Nachschlagewerke und Lehrbücher teuer sind, will das EvB-Gymnasium sich zudem um Sponsoren bemühen.

„Die Grobplanung steht, aber es müssen noch viele Details geklärt werden“, sagt Schuldezernent Lothar Wollnik. Zum Beispiel, ob das Selbstlernzentrum in den Räumen der Stadtbücherei Platz finden soll, oder ob die Bücherei samt Selbstlernzentrum umzieht, zum Beispiel in der Gymnastikhalle.

„Es spricht einiges dafür, das Alte Seminar mit einzubeziehen“, so Peter Oberberg, am EvB für die Umsetzung des Medienkonzepts verantwortlich. „Zum einen würde der Altbau wieder stärker ein Teil der Schule werden, zum anderen soll das Medienzentrum auch den Wipperfürther Bürgern zur Verfügung stehen.“

Im April wird sich der Ausschuss für Schule und Soziales mit der weiteren Planung beschäftigen. Und so werden die EvB-Schüler wohl noch mindestens bis 2010 warten müssen, bis daraus Realität wird.



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