Von EVA JUNGGEBURTH, 13.01.09, 07:15h
Prinz Wolfgang II. (47) ist von Beruf Einzelhandelskaufmann. Er ist Mitglied bei den Schützen, fährt gerne Ski, spielt Squash und zu seinen Hobbys zählt - natürlich - der Karneval.
Bauer Dieter (51) ist mit seiner kräftigen Statur ein echter Bilderbuch-Bauer. Er ist im Archiv und Museumsamt des Landschaftsverbands Rheinland beschäftigt. Sein Hobby ist - neben dem Karneval - die Musik.
Die holde Jungfrau Lilli (44) arbeitet seit 22 Jahren als Stuckateur beim Martinswerk. Auch er ist bei den Schützen, kegelt leidenschaftlich gerne und ist Fan des Fußballvereins Borussia Mönchengladbach. 2003 hat von Wirth bereits als Bauer im Dreigestirn der KG Fidelio Erfahrungen gesammelt.
Der Prinzenführer (61) hat zwei Kinder und vier Enkelkinder. Er ist ehemaliger Schichtmeister Umwelttechnik bei Bayer Dormagen, seit 2007 Rentner und war schon 1989 als Prinz im Dreigestirn der KG Fidelio dabei.
Bei ihrer Proklamation in der Festhalle nahmen die Herren erst einmal ein ausgiebiges Bad in der Menge. Eine geraume Zeit verging, bis die jubelnden Menschen ihr bötzendes und Strüßje schmeißendes Dreigestirn aus ihrer Mitte auf die Bühne entließen. Dort wurde es ordnungsgemäß von Bürgermeister Wilfried Effertz proklamiert. Der wurde von zwei entzückenden Funkemariechen auf die Bühne geholt.
Schließlich gab Prinz Wolfgang II. die elf närrischen Gebote bekannt. Vier kleine Clowns hielten die überdimensionale Schriftrolle fest. Das dritte Gebot lautet zum Beispiel: Leckere Mädche, dat is kene Witz, werde vom Dreijestirn jebütz. Das zehnte Gebot des Trifoliums besagt: Jede Jeck jitt demm Dreijestirn ene us, dat wor un is un bliev e Muss!
Rund fünf Stunden lang feierte die Karnevalsgesellschaft Fidelio ihr frisch proklamiertes Dreigestirn.
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