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Protestmarsch

Lautstark gegen Krieg demonstriert

Von Claudia Roberz, 18.01.09, 20:13h

„Israel wir hassen dich“ und „Palästina ist in Not - viele Kinder sind schon tot“, lauteten die wütenden Parolen der Demonstranten. Knapp 300 ausländische Mitbürger, laut Polizei fast ausschließlich Türken und Libanesen, trafen sich am Sonntag um 14 Uhr zum Protestmarsch. Viele hatten Nationalflaggen und Plakate dabei.

Euskirchen - Die Demonstration war laut Euskirchens Polizeisprecher Lothar Willems von einem in Euskirchen lebenden Palästinenser angemeldet und von seiner Behörde genehmigt worden.

„Ihm geht es darum, dass das Töten von beiden Seiten, sowohl von Palästinensern als auch von Israelis, verurteilet wird“, so Willems kurz vor der Demonstration. Tatsächlich wurde der Protestzug dann allerdings zur einseitigen Veranstaltung: Pro Palästina und kontra Israel. Mit Megaphonen wurden die Demonstranten immer wieder zu Sprechchören aufgefordert, skandierten „Terroristen Israel“ und forderten „Keine Waffen für Israel“. Auch die Plakate zeigten grauenvolle Bilder von verletzten und getöteten Kindern, versehen mit der Überschrift „Kindermörder Israel“.

Samir El-Haj hatte zur Demonstration aufgerufen, die lautstark und friedlich verlief. „Wir wollten gegen das Töten unschuldiger Menschen demonstrieren. 700 Kinder sind im Gazastreifen getötet worden, 2000 wurden verletzt. Das muss endlich aufhören“, meinte er.

Vom Alten Markt zogen die Demonstranten gegen 14.15 Uhr über die Neustraße, Wilhelmstraße, Gerberstraße, Kommerner Straße und Hochstraße wieder zu ihrem Ausgangsort zurück. Nach einer kurzen Abschlusskundgebung wurde die Demo gegen 15.15 Uhr beendet. Mit 70 Kräften war die Polizei gestern Nachmittag vor Ort, darunter eine Hundertschaft aus Köln. Doch die Beamten mussten - außer zur Straßenabsperrung und als Begleitung der Demo - keine ernsthafte Einsätze absolvieren. „Die Veranstaltung verlief absolut friedlich“, resümierte Willems. Auf der Gerberstraße konnte der Verkehr halbseitig weiter laufen. Mit den Polizisten sorgten auch die Ordner aus Reihen der Demonstranten dafür, dass eine komplette Sperrung der Gerberstraße nicht vonnöten war.



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