Von Christian Deppe, 19.01.09, 21:05h, aktualisiert 20.01.09, 11:46h
Die weiteste Anreise dürfte Megumi Tsubakihara auf sich genommen haben, die aus Fukui-Keu, einem kleinen Ort in der Nähe von Tokio, nach Köln gekommen ist, um in der Galerie Wilbrandt im Belgischen Viertel ihre filigranen, hauchdünnen Raumteiler aus zart gefärbten Stoffen vorzustellen. Im Land der aufgehenden Sonne besitzt sie mit ihrem Mann ein kleines Unternehmen, und in Düsseldorf eine Tochter, die den Ruf der Passagen über tausende Kilometer hinweg verbreitet hat.
Ob aus Japan oder aus Soest wie die Glasdesignerin Birgit Keßel, ob weltweiter Konzern wie Sub-Zero oder Einzelkämpfer wie Jürgen Reichert, der seine fantasievollen Silikon-Leuchten in Handarbeit herstellt, vermarktet und vertreibt - sie alle haben für ihre Produkte innerhalb der Passagen ein passendes Ambiente gesucht und vielfach gefunden. Etwa in der Halle 11 im Rheinauhafen, in der sich allabendlich ab 19 Uhr Jung- neben internationalen Top-Designern präsentieren, oder entlang der Gladbacher Straße, wo 20 Akteure unter dem Motto „Highway Europa“ nicht nur mit Produkten, sondern mit vielerlei „Guerilla-Aktionen“ auf sich aufmerksam machen. Oder in der Alten Eisenbahndirektion, wo unter der Überschrift „designers fair“ 50 Ausstellern aus der deutschen Designszene ein Forum geboten wird. Bis zum 25. Januar gibt es in 190 Einzelpräsentationen viel zu entdecken . . .
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