Von Kerstin Thesing, 09.02.09, 15:46h
Für Podolski selbst stellt der Wechsel ein Scheitern dar. Er konnte sich beim FC Bayern München unter drei verschiedenen Trainern nicht durchsetzen. Beim FC hat „Poldi“ jetzt zwar den ersehnten Stammplatz sicher, er wird in den kommenden Jahren jedoch mit dem FC eher nicht international spielen - für einen Spieler seiner Qualität ein Rückschritt.
Und auch für den FC beinhaltet der Transfer Risiken. So muss sich erst zeigen, wie gut Podolski mit dem immensen Erfolgsdruck fertig wird. Und wie die Mannschaft und Trainer Christoph Daum damit umgehen, dass sie von einem Superstar in den Schatten gestellt werden, den die Fans lieben und der mit Abstand am meisten verdient. Zudem schränkt die Großinvestition in Podolski die Möglichkeiten des Clubs ein, andere, notwendige Verpflichtungen zu tätigen, ohne den Verein dabei in eine wirtschaftliche Schieflage zu bringen.
Christoph Daum tut jedenfalls gut daran anzumahnen, dass sich nun alle auf die Rückrunde konzentrieren sollen. Trotz des großen Vorsprungs auf die Abstiegsplätze hat der FC die Klasse noch nicht gesichert. Und so lange dürfte erst recht kein weißer Rauch am Geißbockheim aufsteigen.
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