Von FRANK KLEMMER, 23.01.09, 07:15h
Es waren Konrad Rüdelstein und Pfarrvikar Gerhard Dane, die im Frühjahr 2008 die Idee dazu hatten, erinnert sich Köllen, den die beiden anschließend dafür begeisterten das ehrenamtliche Projekt zu leiten. Auch bei der Stadt Bedburg fanden sie schnell Unterstützung. Eine finanzielle Grundlage für das Projekt schaffen Gelder aus der Dr. Paul und Louise Silverberg-Stiftung und der Rheinbraun-Sonderrücklage. Der Stiftungszweck sieht vor, dass die Zinserträge der Stiftungsgelder bedürftigen Bedburger Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen sollen. Nach einer fraktionsübergreifenden Diskussion entschied sich der Rat im vergangenen Jahr, damit künftig die Tafelinitiative zu unterstützen.
Einen starken Partner fanden sie schließlich im Malteser Hilfsdienst. Dieser richtete mit Unterstützung seiner Sponsoren, darunter auch RWE Rhein-Ruhr, auf seinem Gelände im Finkenweg 13 in Bedburg Räumlichkeiten für die Tafel her und stellt sie nun der Initiative mietfrei zur Verfügung. Jürgen Spreng, Leiter der Malteser in Bedburg, würdigte bei der Schlüsselübergabe am Mittwochabend vor allem das Engagement der jungen Malteser, die die Räume schließlich ehrenamtlich hergerichtet hatten. Gesegnet wurde die neue Einrichtung, für die der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer die Trägerschaft übernommen hat, von Pater George in Anwesenheit von Bürgermeister Gunnar Koerdt und Kreiscaritasdirektor Arnold Biciste. Pastor George vertrat dabei den erkrankten Mitbegründer Pfarrvikar Gerhard Dane und den ebenfalls verhinderten Pastor Christian Hermanns.
Für die Lebensmittel hat die Tafelinitiative bereits zahlreiche Sponsoren gefunden. Das reicht von den großen Supermärkten über Bäckereien bis hin zu den vielen Landwirten in der Stadt, die Obst und Gemüse produzieren, zählt Köllen auf. Am kommenden Montag öffnet die Bedburger Tafel erstmals ihre Türen - für unsere Kunden, wie Heinz Köllen ausdrücklich betont. Das sei eine Frage der Wertschätzung, ebenso wie der Beitrag von einem Euro, der für jede Abholung fällig wird. Zunächst einmal die Woche sollen die Kunden dann Gelegenheit haben, montags zwischen 15 und 17 Uhr im Finkenweg Lebensmittel zu bekommen. Den Nachweis ihrer Bedürftigkeit können sie mit dem Wohngeldbescheid, Rentenbescheid oder einem Leistungsbescheid nach den Sozialgesetzbüchern oder dem Asylbewerberleistungsgesetz erbringen.
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