Von Martin Sauerborn, 22.01.09, 21:32h
„Jetzt wird auch der Letzte verstanden haben, dass das Geld bei den Haien nicht wie selbstverständlich fließt. Wir mussten auch in der Vergangenheit immer hart für unseren Etat arbeiten“, reagierte Geschäftsführer Thomas Eichin auf Göttschs Öffentlichkeitsarbeit. Will heißen: Der KEC hat zwar in der Vergangenheit gutes Geld für seine Angestellten bezahlt und wird dies auch in Zukunft tun. Die Zeit von unverhältnismäßigen Forderungen nur wegen des Namens Kölner Haie aber dürfte vorbei sein. „Das hat sich nivelliert“, hat Rodion Pauels erkannt.
Als Haie-Manager ist er Hauptbeauftragter für die Zusammenstellung des Kaders für die neue Saison und damit jemand, der Geld in die Hände nehmen muss. „Ich weiß zwar noch nicht genau, wie hoch der Etat sein wird, aber das war in der Vergangenheit nicht anders und beeinträchtigt meine Planungen nicht.“ Und die laufen laut Pauels auf Hochtouren, wobei der KEC einen neuen Weg in die Zukunft einschlagen muss: „Wir wollen ein stabiles Torwartgespann und in der Defensive Spieler mit einem guten ersten Pass. Im Sturm stellen wir eine Mischung aus Talent und Arbeit mit jüngeren, schnelleren Spielern zusammen“, erklärt er die Grundphilosophie.
Schwierige Verhandlungen mit SponsorenDer Manager räumt ein, dass er bei den Verhandlungen aufgrund der sportlichen Misere und der geschrumpften monetären Mittel reichlich Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten müsse, er ist aber von der Konkurrenzfähigkeit absolut überzeugt: „Die ganze Liga muss bei den Gehältern abspecken. Wir sind noch immer die Kölner Haie und sitzen nicht auf einer Insel der Unglückseligen.“
Vollzug kann Pauels vor der heutigen Partie in Augsburg noch nicht vermelden. Er gibt aber unverhohlen sein Interesse an einer Rückkehr von Torjäger Ivan Ciernik zu: „Es gibt sicher Wege, ihn trotz aller Schwierigkeiten zu holen.“ Ansonsten ließ er sich nicht in die Karten schauen. Ein Kandidat für die Haie könnte Thomas Greis sein. Der Vertrag des ehemaligen KEC-Torwarts beim NHL-Club San Jose Sharks läuft aus. Da der 23-Jährige in drei Jahren erst einen NHL-Einsatz hatte und ansonsten im AHL-Farmteam der Sharks in Worchester fangen muss, scheint eine Rückkehr nach Köln keineswegs unrealistisch.
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