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„Wetten, dass. . ?“

Kuh-Kot, Cruise und Karneval

Erstellt 25.01.09, 20:20h

Ein buntes Trüppchen aus aller Welt versammelte Thomas Gottschalk am Samstag bei „Wetten, dass. . ?“. Das schrille i-Tüpfelchen kam - wie könnte es in der Session anders sein? - aus Köln. Tom Cruise bewerb seinen Stauffenberg-Film „Operation Walküre“.

Tom Cruise
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Tom Cruise bei „Wetten, dass. . ?“. (Bild: dpa)
Tom Cruise
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Tom Cruise bei „Wetten, dass. . ?“. (Bild: dpa)
Magnus Johannes Großmann ist schuld. Weil der 32-jährige Theologie-Student schneller auf allen Vieren hoppeln konnte als seine Herausforderer, gewann Gastgeber Thomas Gottschalk am Samstag seine Saalwette. Andernfalls hätte er in jecker rosa Tracht mit den „Rosa Funken“ aus Köln tanzen müssen.

Schade für die schwulen Kölner Karnevalisten. Aber die hatten trotzdem Spaß - immerhin löste Kabarettistin Désirée Nick ihre Wettschuld ohne Gottschalk ein und tanzte jeck mit. „Das war eine schöne Erfahrung“, sagte Roland Paschmann, Funkenmariechen und Pressesprecher, gestern. „Dass Tom Cruise hinter der Bühne an einem vorbeigeht, erlebt man ja nicht jeden Tag.“ Komplimente gabs auch: „Jörg Pilawa hat uns gesagt: Ihr könnt anziehen, was ihr wollt - ihr seht super aus“,erzählte Paschmann. 16 Rosa Funken waren am Freitag nach Offenburg aufgebrochen, um bei „Wetten, dass. . ?“ dabei zu sein. Die Einladung vom ZDF war erst vor zwei Wochen gekommen - Zufall, dass die Funken am Wochenende keinen anderen Auftritt hatten.

Hollywoodstar Tom Cruise bewarb bei Gottschalk seinen Film „Operation Walküre“. „Bei uns in den USA haben die Menschen bislang geglaubt, jeder Deutsche war ein Nazi“, sagte der Scientologe Cruise, der im Film den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt. „In diesem Film wird gezeigt, dass es Deutsche gab, die sich tapfer gegen den NS-Terror gestellt haben.“ Cruise war schon weg, als Comedy-Star Michael Mittermeier bei seinem Auftritt tosenden Beifall erntete: „Tom Cruise hat in einem Interview gesagt, er hätte Hitler auch getötet. Mir hätte es gereicht, wenn er den Führer von Scientology getötet hätte.“

Wettkönig wurde der oberpfälzer Kaufmann Harald Ebenhöch, der es schaffte, in 90 Sekunden mehr als 40 Süßstoff-Tabletten mit der Zunge aus gespannten Mausefallen zu entfernen, ohne dass die Fallen zuschnappten.

Weitere Gäste waren Peter Maffay, Schauspieler Christian Berkel, die Models Toni Garrn (16) und Jerry Hall, Sänger Seal sowie die Schwimmerin und Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffens.

Für Aufsehen sorgte eine Ekel-Wette, bei der zwei Tierpfleger den Kot von 33 Tieren am Geruch unterscheiden konnten. „Eure Scheiße können wir schon lange“, witzelte Gottschalk über das Finale der zeitgleich laufenden RTL-Dschungelshow.

Als „Ekel erregende Entgleisung“ bezeichnete Angelika Niebler diese Wette laut Münchener Merkur in einem Brief den an ZDF-Intendanten Markus Schächter. Die CSU-Politikerin ist Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Dort wolle sie den Vorgang ansprechen. (sül / dpa)



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