Von Susanne Happe, 29.01.09, 21:01h, aktualisiert 29.01.09, 21:57h
Angesichts der Proteste wurden sie zur Seite gefahren und die Arbeiten gestoppt. Seit dem Wochenende organisieren Gegner des Hafenausbaus in Godorf eine Mahnwache. Der Antragsteller, Grünen-Fraktionschef im Kölner Süden, Manfred Giesen, habe ursprünglich versichert, man werde friedlich protestieren und sich im Rechtsrahmen bewegen und die Bagger nicht behindern, sagte gestern HGK-Prokurist Rolf Küppers. Deshalb habe man die Mahnwache auf dem Gelände der HGK auch geduldet. Nun werde „im Internet lesbar aufgerüstet“, so Küppers. Gestern beriet das Unternehmen gemeinsam mit der Polizei, wie es weitergeht.
Die Ausbaugegner fordern, dass mit den Rodungsarbeiten gewartet wird, bis das endgültige Urteil über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens gegen den Ausbau gefällt wird. Küppers erinnert daran, dass die Bezirksregierung vor langem die sofortige Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses angeordnet habe. Nach diversen Gutachten zur wirtschaftlichen Notwendigkeit des Hafenausbaus hatte der Rat schließlich den Ausbau beschlossen und das Bürgerbegehren dagegen für nicht rechtens erklärt.
Die Häfen und Güterverkehr Köln waren verpflichtet worden, für die Eingriffe in das Naturschutzgebiet Sürther Aue eine Ausgleichsfläche an anderer Stelle von insgesamt 27 Hektar zu schaffen, neun Hektar sollen in der Aue gerodet werden.
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