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KEC unterliegt Wolfsburg

Was vom Hai noch übrig geblieben ist

Von Martin Sauerborn, 29.01.09, 23:12h, aktualisiert 29.01.09, 23:16h

Was vom Hai nun noch übrig ist, spielte am Donnerstag in der Lanxess-Arena gegen aus Wolfsburg. Der Wolfsburger 4:0-Sieg stand schon nach 27 Minuten fest. „Für einen Sportler gibt es Höhen und Tiefen. Wir stecken gerade in einer tiefen Tiefe“, erklärte KEC-Verteidiger Andreas Renz.

Kölner Haie
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Die Kölner Haie verlieren gegen DEL-Mittelmaß Wolfsburg. (Bild: dpa)
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Die Kölner Haie verlieren gegen DEL-Mittelmaß Wolfsburg. (Bild: dpa)
KÖLN - Wer sieben Spieltage vor Saisonschluss Tabellenvorletzter der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist, kann nichts mehr erreichen. Und wer nichts mehr erreichen kann, hat die Möglichkeit mit dem Aufräumen anzufangen. So haben die Kölner Haie am Donnerstag vor dem Spiel gegen Wolfsburg den Besen aus dem Schrank geholt und drei Spieler vorzeitig aus dem Kader „gefegt“. Der finanziell in Nöten befindliche KEC erteilte Kamil Piros, Stéphane Julien und Harlan Pratt die Freigabe und spart damit drei Monatsgehälter von drei hoch dotierten Ausländern. Für Julien (zu Red Bull Salzburg) und Piros (HV 71 Jönköping) erzielten die Kölner zudem eine ordentliche Ablöse.

„Wir stehen wirtschaftlich unter Druck, und in der Liga ist für uns die Luft raus, auch weil es in der DEL keinen Abstieg gibt“, begründete Geschäftsführer Thomas Eichin die Maßnahme, der bis zur Schließung des Transferfensters keine weiteren folgen werden. „Die Nachfrage nach unseren Spielern war groß“, erklärte Eichin, der nur bei einer sehr hohen Ablöse nochmals schwach geworden wäre. Ein unglaubliches „Glanzstück“ gelang den Kölnern bei Harlan Pratt. Der schon früh in der Saison als Fehleinkauf abgestempelte Verteidiger wechselt zum frisch gebackenen Champions-League-Sieger ZSC Lions Zürich.

Den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung haben die Haie gestern gleich weit von sich gewiesen. „Wir sind mit den drei Spielern 15. geworden, schlechter können wir nicht werden“, sagte Rodion Pauels. Der Manager erlebte in den Tagen der Sondierung aller Angebote übrigens auch eine herbe persönliche Enttäuschung: „Ich habe Verständnis für abwanderungswillige Spieler, wenn ihr Vertrag ausläuft, aber bei Christoph Ullmann war ich menschlich enttäuscht. Er ist unser bester Spieler und soll das neue Gesicht des Clubs sein, die Identifikationsfigur. Er hat gesagt, dass er das auch will. Wir verlangen, dass er in solch schwierigen Situationen dieser Aufgabe nachkommt.“ Ullmann, der noch zwei Jahre Vertrag besitzt, hatte Pauels mehrfach um Freigabe gebeten.

Was vom Hai nun noch übrig ist, spielte am Donnerstag in der Lanxess-Arena gegen das DEL-Mittelmaß aus Wolfsburg. Der Wolfsburger 4:0-Sieg (2:0, 2:0, 0:0) stand schon nach 27 Minuten fest. „Für einen Sportler gibt es Höhen und Tiefen. Wir stecken gerade in einer tiefen Tiefe“, erklärte KEC-Verteidiger Andreas Renz.

Unter den Torschützen befanden sich übrigens die Ex-Kölner Kai Hospelt und Sebastian Furchner, denen beim Anblick ihres Ex-Clubs Mitleid und das kalte Grauen gepackt haben dürfte. „Ich leide mit den Kölner Jungs, viele sind ja meine Freunde. Als Wolfsburger bin ich aber froh, dass die Haie hinter uns stehen“, sagte Furchner. Hospelt leistete Aufbauarbeit und spendete Trost: „Es geht auch wieder aufwärts. Das ist so ein guter Verein.“

Köln: Doyle (28. Horneber); Lüdemann, Sturm; Steinhauer, Eichinger; Mo. Müller, Trygg; Renz, Ankert; Warriner, McLlwain, Flaake; Ma. Müller, Ullmann, Gogulla; Adams, Rudslätt, Hauner; Melischko, Dmitriev, Ohmann. - Schiedsrichter: Dahle (Berlin). - Zuschauer: 7259. - Tore: 0:1 Kinch (3:01 / 5:4), 0:2 Alavaara (13:14), 0:3 Hospelt (25:24 / 5:4), 0:4 Furchner (27:02). - Strafminuten: Köln 12; Wolfsburg 12.



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