Von Matthias Corvin, 05.02.09, 20:15h
Sicher hatten I Musici diese Starthilfe gar nicht nötig. Das traditionsreiche Spitzenensemble, 1952 von Studenten der berühmten Accademia Nazionale di Santa Cecilia begründet, besitzt heute in Antonio Anselmi einen hervorragenden Konzertmeister. Der zeigte sich im Dialog mit Mayer, etwa in Vivaldis Konzert RV 548, auf gleicher Augenhöhe. Und auch sein Dialog mit Geigen-Kollege Gianluca Apostoli geriet fabelhaft. Herrlich auch das Cello-Duo Vito Paternoster und Pietro Bosna in Vivaldis Doppelkonzert RV 531.
Die zwölf Musiker, allesamt Spitzenkräfte, setzten Vivaldis lustvolle Streicherwirbel gleich in der eröffnenden Sinfonia RV 149 furios um. Da sprudelte und tänzelte es wie im turbulenten venezianischen Karneval: frech und verführerisch, aber immer stilvoll. Errungenschaften der historisch informierten Aufführungspraxis haben sich die Musiker einverleibt, ohne dogmatisch zu wirken. Besonderes Gewicht legt das Ensemble auf einen pulsierenden Generalbass (Cembalo und Kontrabass). Alles wirkt spontan und natürlich, genau wie es sein muss. Zum Schluss gab es noch Geminianis Concerto-grosso-Bearbeitung von Corellis populärer „La follia“-Sonate op. 5 Nr. 12.
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22. April 2012,
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