Von Manfred Reinnarth, 15.03.09, 21:28h
Das ist symptomatisch für den Umgang aller beteiligten Behörden und Firmen mit dieser Großbaustelle. Jeder hat mitgemengt, aber keiner ists gewesen. Selbst die Bauleitung ist so weit nach unten delegiert worden, dass sich de facto die Akteure selbst beaufsichtigen sollten. Das kann und darf keine gängige Praxis sein. Erst durch hartnäckige Nachfragen von Journalisten sind nun die Wasserprobleme öffentlich geworden. Schon lange vor dem Unglück hätten sie aufgedeckt werden können, wenn es amtliche Kontrollen gegeben hätte. Gut, dass die Brunnenprotokolle jetzt wenigstens umgehend an die Staatsanwaltschaft weitergegeben wurden. Denn nun muss eine schnelle und lückenlose Aufklärung her.
Ganz offensichtlich haben die Behörden leichtgläubig verschiedenen Firmen wegen ihres Rufes zu stark vertraut. Dieses Vertrauen ist missbraucht worden und hat zwei Menschen das Leben gekostet. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Schuldigen zu ihrer Verantwortung stehen und nicht weiter den Schwarzen Peter von einem zum anderen schieben.
Die KVB haben gestern noch per Anwalt klar gestellt, dass sie nur dann eine Schuld treffe, wenn sie etwa Kenntnis von fehlerhaften Arbeiten gehabt habe. Und das streiten die KVB ab - gleichzeitig aber räumen sie ein, von den zusätzlichen Brunnen und erhöhtem Wasserfluss gewusst zu haben. Vor dem Hintergrund des Todes zweier junger Menschen ein Ränkespiel, das fassungslos macht.
Keine guten Leute für Köln zu finden
16.03.2009 | 08.43 Uhr | quintus prior
Das Frau Bredehorst nicht durchblickt, braucht nicht zu verwundern. Gute, qualifizierte und seriöse Kandidaten finden sich für Führungspositionen in…
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