Erstellt 16.03.09, 07:18h
Der riesige Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider") am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf genießt große öffentliche Aufmerksamkeit. In seinen kilometerlangen unterirdischen Röhren zirkulieren Teilchen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit. Wenn sie aufeinander stoßen, entstehen neue Elementarteilchen. Solche Kollisionen fanden bereits Sekundenbruchteile nach dem Urknall statt. Wissenschaftler erhoffen sich von den Untersuchungen der LHC-Ergebnisse Rückschlüsse darauf, wie das Universum entstanden ist.
Die Universität Bonn betreibt seit den 1960er Jahren Beschleunigeranlagen für die physikalische Grundlagenforschung. Hauptforschungsgebiet ist auch in Bonn die Hadronenphysik. 1989 wurde der Bonner Teilchenphysiker Wolfgang Paul für die Entwicklung der nach ihm benannten Ionen-Falle mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Wie die Erben Wolfgang Pauls heute arbeiten, erfahren Schüler der Klassen 10 bis 13 am 2. April aus erster Hand. Sie erhalten Einblicke in die Welt der kleinsten Teilchen und die Organisation der modernen internationalen Forschung. Eine einführende Vorlesung am Vortag vermittelt die nötigen Vorkenntnisse. Am 2. April werten die Teilnehmer dann Daten aus, die bei Teilchenkollisionen am CERN in Genf aufgezeichnet wurden und vergleichen ihre Ergebnisse in einer Video-Konferenzschaltung mit anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Schüler begrenzt. Es gibt noch einzelne Restplätze.
Begleitend bieten die Bonner Physiker zwei öffentliche Vorlesungen im Physikalischen Institut, Nußallee 12, an: Mittwoch, 18. März, 16.15 Uhr Mit Graviationslinsen das Universum vermessen, Referent: Benjamin Joachimi vom Argelander Institut für Astronomie; Mittwoch, 1. April, 16.15 Uhr. Quarks und Leptonen - Die Suche nach den fundamentalen Bausteinen der Materie, Referent: Prof. Ian C. Brock vom Physikalischen Institut. (EB)
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