Von Alice Gempfer, 17.03.09, 21:33h
Bereits am Montag hatte Hartmann seinen Austritt aus der CDU in die Wege geleitet. Doch auch ohne die Partei im Rücken ist Hartmann zuversichtlich: „Ich habe in der letzten Zeit von großen Teilen der Bevölkerung - auch von treuen CDU-Wählern - enormen Zuspruch erhalten.“ Auch Unterstützung im Wahlkampf habe man ihm mehrfach angeboten: „Ich werde mich daran erinnern und die Leute zu gegebener Zeit ansprechen.“ Das beziehe sich nicht auf finanzielle Hilfe, obwohl es auch dafür Angebote gebe. „Ich habe bisher keine Spenden angenommen und werde das auch künftig nicht tun. Ich möchte unabhängig bleiben.“ Eine Aussage, die dem Bürgermeisterkandidaten spontanen Applaus der Blankenheimer, die zur Pressekonferenz gekommen waren, einbrachte.
Doch wie will er den Wahlkampf finanzieren? „Nach intensiven Haushaltsberatungen mit meiner Ehefrau Anja hat sie dem Budget zugestimmt.“ 8000 Euro habe er veranschlagt. „Damit werde ich einen Wahlkampf führen können, den man bemerkt.“ Auch habe es Vorteile, wenn man keine Parteimaschinerie hinter sich habe: „Ich habe kurze Entscheidungswege.“ Mit seiner Frau hat Hartmann auch die erneute Kandidatur abgesprochen: „Sie hat mir dazu geraten und steht hinter mir.“ Hartmann will seinen Hauptwohnsitz auch weiterhin nicht nach Blankenheim verlegen. Von der CDU war ihm das immer wieder vorgeworfen worden. Hartmann bezog dazu gestern Stellung: „Es ärgert mich, wenn man kritisiert, ich sei nicht präsent.“ Er wies darauf hin, dass er mittlerweile jedes Wochenende Termine in der Gemeinde wahrnehme.
Neben den Themen, die bereits angegangen wurden, setzt Hartmann auf die Erstellung eines Leitbildes für Blankenheim, wie es der Rat im Herbst 2008 beschlossen hat. In der Bürgerbeteiligung möchte er langfristig neue Wege gehen: „Wir führen einen Bürgerhaushalt ein. So können die Bürger mitentscheiden, wofür Geld ausgegeben und wo gespart werden kann.“
Angst davor, die Wahl zu verlieren, habe er nicht, so Hartmann: „Wenn das die Entscheidung der Wähler ist, akzeptiere ich es. Aber dann habe ich auf jeden Fall alles versucht.“ Ja, er habe einen „Plan B“ für diesen Fall, aber: „Der liegt in der Schublade und ist jetzt kein Thema. Ich setze alle Energie dafür ein, Bürgermeister zu bleiben.“
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