Von KLAUS HEIMERS, 22.03.09, 23:00h
Das Hinspiel in Beuel entwickelte sich am Samstag zu einer Partie zwischen Hoffen und Bangen. Wie Trainer Marc Hannes vorgegeben hatte, konnte man einen 0:3-Rückstand nach den Doppeln vermeiden. Marc Zwiebler / Ville Lang hatten in einem hochklassigen Spiel Choon Hann Wong / Michal Logosz alles abverlangt, am Ende aber triumphierten erwartungsgemäß die Berliner. Das Damendoppel Elizabeth Cann / Birgit Overzier hatte die Chance auf den Gewinn des ersten Satz, nachdem dieser aber knapp an Juliane Schenk / Nicole Grether ging, war der Widerstand der Beueler gebrochen. Ingo Kindervater / Ian Maywald verkürzten gegen Tim Dettmann / Johannes Schöttler auf 1:2.
Soweit war eigentlich alles wie erwartet gelaufen. Dann der erste Coup der Beueler Marc Zwiebler schlug den Vizeweltmeister, den Malayen Choon Hann Wong, in zwei Sätzen und bescherte Beuel einen nicht erwarteten Punkt. Elizabeth Cann wehrte sich gegen Juliane Schenk im Dameneinzel zwar tapfer, war am Ende jedoch chancenlos. Dann begann das große Hoffen. Ville Lang siegte im zweiten Herreneinzel gegen Dieter Domke im ersten Satz überlegen, im parallel laufenden Mixed sah es für Ingo Kindervater / Birgit Overzier im Verlauf des ersten Durchgangs ebenfalls sehr gut aus. Doch dann musste der Finne dem kräftezehrenden Doppel Tribut zollen und musste sich doch knapp gegen Domke mit 19:21 im zweiten und dritten Satz geschlagen geben.
Im Mixed produzierten Kindervater und Overzier vermehrt leichte Fehler, die sich am Ende summierten und zum Satzverlust führten. Der zweite Satz ging deutlich an die Hauptstädter. Carl Baxter gelang zwar noch die Resultatsverbesserung, doch die Chancen auf einen Finaleinzug hatten sich durch die Niederlage minimiert.
Die Geschichte des gestrigen Rückspiels ist schnell erzählt. Wie schon in Beuel gingen das erste Herrendoppel und das Damendoppel an die Berliner, das zweite Herrendoppel an die Beueler. Marc Zwiebler bot im Spitzeneinzel erneut eine starke Leistung, diesmal aber hatte Wong das bessere Ende für sich. Elizabeth Cann hatte nur im ersten Satz eine Chance gegen Juliane Schenk, danach war es eine klare Angelegenheit.
Trotz des Ausscheidens zeigte sich Trainer Marc Hannes nicht enttäuscht. Natürlich haben wir uns mehr erhofft. Aber die Berliner sind verdient ins Finale eingezogen. Gegenüber dem letzten Jahr haben wir in den Playoffs eine stärkere Leistung gezeigt, wir haben alles probiert, es hat halt nicht ganz gereicht. Berlin hat in dieser Aufstellung einen sehr starken Kader, sie sind auch im Finale nicht chancenlos.
Im zweiten Halbfinale setzte sich der 1. BC Bischmisheim mit 6:2 und 4:2 gegen den FC Langenfeld durch.
Beuel - Berlin 3:5: 1. HD: Zwiebler / Lang - Wong / Logosz 14:21, 21:16, 12:21, 2. HD: Kindervater / Maywald - Dettmann / Schöttler 21:17, 21:14; DD: Overzier / Cann - Schenk / Grether 21:23, 12:21; 1. HE: Zwiebler - Wong 21:12, 22:20, 2. HE: Lang - Domke 21:16, 19:21, 19:21, 3. HE: Baxter - Schöttler 21:15, 21:13; DE: Cann - Schenk 16:21, 9:21; MIX: Kindervater / Overzier - Logozs / Grether 19:21, 15:21.
Berlin - Beuel 4:1: 1. HD: Wong / Logosz - Zwiebler / Lang 21:7, 21:13, 2. HD: Dettmann / Schöttler - Kindervater / Maywald 21:19, 18:21, 17:21; DD: 21:11, 21:17; DE: Schenk - Cann 23:21, 21:14, 1. HE: Wong - Zwiebler 13:21, 21:12, 21:13.
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