Von Dirk Mesch, 25.02.09, 16:39h, aktualisiert 26.02.09, 07:36h
Die Rundschau berichtete bereits am 10. Februar von den elementaren Problemen der Haie; damals wollte Eichin die drohende Insolvenz aus nachvollziehbaren Gründen nicht bestätigen. „Wir sind gegen viele Widerstände dagegen angegangen“, verriet der Geschäftsführer, ohne konkreter zu werden. Doch zwischen den Zeilen lässt sich herauslesen, dass barmherzige Samariter nicht gerade Schlange standen vor der Geschäftsstelle in der Gummersbacher Straße. Eichin: „Wir sind in einer Fußball- und Karnevalsstadt, nicht in einer Eishockeystadt.“
Als die Lichter kurz vor Weihnachten auszugehen drohten, holte sich der KEC professionelle Hilfe. Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Ziems & Partner wurde ein Finanzierungskonzept erstellt und damit letztlich ein Rettungsschirm geöffnet, der nun von etwa zehn neuen Investoren gehalten werden soll. „Sie werden uns helfen, dieses schwierige Jahr zu überbrücken“, so Eichin, der Namen noch nicht nennen kann, „weil noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, zum Beispiel letzte Absprachen mit den Banken. Aber wir sind im Plan, ich sehe wieder Licht.“
Eine langfristige Fokussierung auf nur einen Hauptgesellschafter wie bislang auf Heinz Hermann Göttsch wird es aber nicht mehr geben. Zu groß ist das Risiko. „Viele denken immer noch, dass es irgendwo einen armen Ochsen geben muss, der die Zeche zahlt und dafür sorgt, dass die Kölner Haie deutscher Meister werden“, blaffte Eichin. „aber wir müssen versuchen, den Club auf breitere Füße zu stellen, denn diese Zeiten sind vorbei.“
Die Horrorsaison auch - fast zumindest. Am Freitag (19.30 Uhr / Lanxess-Arena) steigt gegen die Adler Mannheim das letzte Heimspiel.
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